ZÜRICH (dpa-AFX) - Die starke Sommerhitze und wenig Schnee im vergangenen Winter haben den Schweizer Gletschern schwer zugesetzt. Rund 5,5 Prozent des Eisvolumens sind geschmolzen, wie das Gletschermessnetz (Glamos) berichtet. Das Jahr sei verheerend für die Gletscher gewesen. Es war der zweitstärkste Verlust seit Beginn der Messungen, nach dem Rekordjahr 2022. Die Messreihen gehen teils rund 140 Jahre zurück.
Für dich zusammengefasst:
Schweizer Gletscher haben 5,5 Prozent Eisvolumen verloren.
Es war der zweitstärkste Verlust seit Beginn der Messungen.
In fünf Jahren beträgt der Verlust fast 20 Prozent.
Wenig Neuschnee habe die Gletscher während der langanhaltenden und intensiven Hitzewellen zwischen Mai und September nicht schützen können, er sei teils bereits im Juni verschwunden gewesen. Die Nullgradgrenze habe in diesen Monaten an 76 Tagen über 4000 Metern gelegen. Das sei ein Rekord gewesen und liege mehr als doppelt so hoch wie im langjährigen Mittel. Im Durchschnitt habe die mittlere Eisdecke der Gletscher zwischen 2,5 und vier Metern abgenommen.
Insgesamt betrage der Verlust in den vergangenen fünf Jahren nun fast 20 Prozent. "Alpengletscher haben unter solchen Bedingungen langfristig keine Überlebenschance", teilt Glamos mit. Insgesamt hat die Schweiz rund 1.400 Gletscher, von denen das Messnetz regelmäßig 23 vermisst und danach Hochrechnungen macht./oe/DP/mis
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