BERLIN (dpa-AFX) - Die Verbraucherzentralen fordern ein einheitliches einfaches Fahrpreismodell im gesamten öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Die Chefin des Bundesverbands, Ramona Pop, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wer in Deutschland Bus und Bahn nutzt, braucht ein Tarifsystem, das überall gleich funktioniert." Das Deutschlandticket sei ein erfolgreicher Anfang, um den Tarifdschungel zu beenden. Gelegenheitsnutzer stünden aber weiterhin vor einem unübersichtlichen Flickenteppich aus Verbundgrenzen, Tarifzonen und Ticketangeboten.
Für dich zusammengefasst:
Die Verbraucherzentralen fordern ein einheitliches Tarifmodell.
Es sollen nur noch fünf Ticket-Arten im ÖPNV angeboten werden.
Das Deutschlandticket wird von rund 14,5 Millionen Menschen genutzt.
Der Verband schlägt ein Preismodell vor, das sich allein an der "genutzten Zeit im ÖPNV" auf Basis des Fahrplans orientiert. Konkret sollte es nur noch fünf Ticket-Arten geben - für 15 Minuten, 30 Minuten, 60 Minuten, 120 Minuten und für 24 Stunden. Dieser Tarifansatz sei einheitlich nutzbar, intuitiv und leicht verständlich, heißt es in einem Positionspapier. Das Prinzip müsse von Fahrgästen einmal verstanden werden und könne dann überall gelten.
Alternativen zum Auto bei hohen Spritpreisen
Damit würde der öffentliche Nahverkehr auch für Menschen deutlich einfacher, die nur ab und zu Busse und Bahnen nutzen und auch kein Abo abschließen möchten. "Gerade in Zeiten steigender Spritpreise brauchen Verbraucherinnen und Verbraucher attraktive Alternativen zum Auto", sagte Pop. Das System sollte digital, aber auch analog etwa mit Fahrscheinautomaten nutzbar sein.
Das Deutschlandticket ermöglicht bundesweit Fahrten im Nahverkehr und wird von rund 14,5 Millionen Menschen genutzt. Es wird als monatlich kündbares Abo angeboten und kostet seit Jahresbeginn 63 Euro im Monat./sam/DP/zb
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.