Bisher werden Wärmepumpen vor allem in Neubauten von Ein- und Zweifamilienhäusern verwendet. Auch im Gebäudebestand sollen sie beim schrittweisen Austausch alter Heizungen eine große Rolle spielen.
Flusswasser als Wärmequelle
Viel Potenzial haben laut Verband aber auch Großwärmepumpen, vor allem für das Fernwärmenetz. Als Wärmequelle genutzt werden soll vor allem Flusswasser.
Länder wie Dänemark und Schweden seien Deutschland bei Großwärmepumpen voraus. Als Beispiel nannte Sabel eine große Meerwasser-Wärmepumpe im dänischen Esbjerg, die als Ersatz für ein Kohlekraftwerk ein Fernwärmenetz beliefert und 100.000 Menschen versorgt.
Die installierte thermische Leistung von Großwärmepumpen in Deutschland belaufe sich auf etwa 180 Megawatt. In Planung oder Bau befinden sich laut Verband derzeit 71 Projekte mit einer Kapazität von etwa 900 Megawatt, angekündigt seien mehr als 700 Megawatt weiterer Kapazitäten. Zum Vergleich: Die Leitung eines Kohlekraftwerk-Blocks liegt zwischen 100 Megawatt und 1.000 Megawatt.
"Die Technik ist da, die Projekte liegen auf dem Tisch - was fehlt, ist ein verlässlicher Rahmen", so Sabel. Außerdem bremse zu wenig Geld bei der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze viele Vorhaben aus./hoe/DP/mis
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