Demnach haben der republikanische Senator Thom Tillis und die demokratische Senatorin Angela Alsobrooks eine Einigung “im Grundsatz” erzielt. Kern des Kompromisses ist ein Verbot von Renditen auf passive Stablecoin-Guthaben. Ziel sei es, Innovation zu ermöglichen und gleichzeitig Risiken für das Bankensystem zu begrenzen, so Alsobrooks.
Details der Vereinbarung sind bislang nicht öffentlich. Tillis betonte, dass die Krypto-Industrie den Vorschlag zunächst prüfen müsse. Auch eine offizielle Stellungnahme des Weißen Hauses steht noch aus.

Der Clarity Act gilt als eines der wichtigsten Gesetzesvorhaben für den US-Krypto-Markt. Nach der Verabschiedung eines ersten Stablecoin-Rahmens schien ein Durchbruch bereits wahrscheinlich. Im Januar geriet das Gesetz jedoch ins Stocken. Hintergrund waren Bedenken aus der Branche, etwa zur Frage, ob Emittenten Renditen an Token-Inhaber weitergeben dürfen.
Parallel dazu wächst der Druck aus dem Bankensektor. Finanzinstitute warnen vor Kapitalabflüssen, sollten verzinste Stablecoins zugelassen werden. Angesichts klassischer Bankeinlagen mit Renditen von unter einem Prozent sehen sie ihre Marktanteile gefährdet.
Vertreter aus der Politik halten diese Sorgen für übertrieben. Patrick Witt, Direktor im Beratergremium des Weißen Hauses für digitale Vermögenswerte, argumentiert, dass regulierte Stablecoins auch neues Kapital ins Bankensystem bringen könnten.
Unterstützung kommt zudem von Senatorin Cynthia Lummis, die sich auf dem DC Blockchain Summit für das neue Gesetz ausgesprochen hat. Sie erklärte, man stehe kurz vor einer umfassenden Einigung. Auch aus ihrem Umfeld heißt es, dass ein Abschluss in den kommenden Tagen möglich sei.
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