US-Energieminister: Öl-Deals mit Venezuela sind 'historisch'

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Strommasten auf einer Weide (Symbolbild).
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CARACAS (dpa-AFX) - US-Energieminister Chris Wright hat bei einem Besuch in Caracas die jüngsten Öl-Abkommen mit Venezuela als "historisch" bezeichnet. Die USA seien daran interessiert, die Energieproduktion weltweit auszuweiten, insbesondere auf dem amerikanischen Doppelkontinent. "Das ist unsere Nachbarschaft", sagte Wright. Von Argentinien im Süden bis zu Kanada im Norden gebe es Energie-Großmächte in der Region.

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Wright und die geschäftsführende venezolanische Präsidentin Delcy Rodríguez nahmen an einer Zeremonie zur Unterzeichnung verschiedener Energievereinbarungen durch private Unternehmen im Präsidentenpalast Miraflores teil. Dabei unterzeichneten Konzerne wie die US-Riesen Chevron und der Mischkonzern General Electric sowie Eni (ENI Aktie) aus Italien eine Reihe von Dokumenten mit venezolanischen Partnern.

Die USA sicherten sich 65 Milliarden Barrel Ölreserven

Zuvor hatten sich die USA über ein privates Unternehmen riesige Ölvorkommen in Venezuela gesichert. Die Vereinigten Staaten erlangen nach den Worten von US-Präsident Donald Trump die mehrheitliche Kontrolle über mehr als 65 Milliarden Barrel Ölreserven. Das entspräche rund einem Fünftel der geschätzten Vorkommen Venezuelas.

Chevron hat zudem eine Ausweitung seiner Geschäfte in dem Land bestätigt. Über ein Gemeinschaftsunternehmen sollen über die kommenden fünf Jahre mehr als sieben Milliarden US-Dollar (rund sechs Mrd. Euro) investiert werden. Die Produktion soll demnach verglichen mit 2026 mehr als verdoppelt werden - auf rund 600.000 Barrel pro Tag. Ein Barrel umfasst rund 159 Liter.

Werte aus dem Artikel:
Brent Crude Ölpreis 102,8685 $ +0,17%
Chevron Aktie 206,69 $ 0,00%
Eni Aktie 24,38 € +0,85%

Der frühere Präsident Maduro wurde im Januar festgenommen

Im Januar hatte Washington bei einem Militäreinsatz in Caracas den autoritär regierenden Machthaber Nicolás Maduro festgenommen und in die USA gebracht. Dort soll ihm wegen mutmaßlicher Verwicklungen in Drogengeschäfte der Prozess gemacht werden. Vizepräsidentin Rodríguez übernahm nach der Festnahme die Regierungsgeschäfte. Die US-Regierung erklärte, die großen Ölvorkommen des Landes für sich nutzen zu wollen.

Rodríguez sprach von einer historischen Angelegenheit für das südamerikanische Land. "Ich bezeichne diesen Prozess als Venezuelas Wiedergeburt", sagte die geschäftsführende Präsidentin. Sie dankte dem US-Präsidenten Donald Trump für seine Anstrengungen, Vereinbarungen mit Venezuela zum "gegenseitigen Nutzen" zu erzielen.

Mit schätzungsweise 303 Milliarden Barrel verfügt Venezuela über die größten Ölreserven der Welt. Es handelt sich dabei vor allem um Schweröl, das nur mit spezieller Technik gefördert und raffiniert werden kann./aso/DP/he


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