NEW YORK (dpa-AFX) - US-Außenminister Marco Rubio sieht die Grönland-Vereinbarung als Schutz vor zu viel Einfluss Chinas auf die Arktisinsel an. Der Deal beinhalte, dass man gemeinsam mit Dänemark künftige Investitionen aus dem Ausland vorab überprüfen könne, sagte Rubio dem Sender Fox News. Man wolle nicht eines Tages aufwachen und feststellen: "Okay, ja, das chinesische Militär ist nicht hier, aber ihre Firmen besitzen alle Häfen, ihre Firmen besitzen das ganze Land."
Für dich zusammengefasst:
US-Außenminister sieht Grönland-Vereinbarung als Schutz.
Abkommen könnte am Dienstag am UN-Gipfel unterschrieben werden.
Das neue Abkommen könnte einen Streits um Grönland beenden.
Am Mittwoch trifft Chinas Staatschef Xi Jinping zu einem mehrtägigen Besuch bei US-Präsident Donald Trump in Washington ein. Es ist unklar, ob die Grönland-Vereinbarung das Treffen diplomatisch überschatten könnte.
Unterschrift steht bevor
Das Abkommen zwischen den USA, Dänemark und Grönland könnte an diesem Dienstag am Rande der UN-Generalversammlung unterschrieben werden. Der Wortlaut des Vertragswerks ist noch nicht bekannt. Nach Informationen des dänischen Fernsehens könnten die USA zwei neue Militärbasen in Grönland planen.
Aktuell betreiben die Amerikaner nur die für Raketenabwehr und Radarüberwachung wichtige Pituffik Space Base im Nordwesten der Insel. Fraglich ist, ob die USA für neue Stützpunkte ein neues Abkommen überhaupt brauchen. Ein bereits bestehender Vertrag mit Dänemark von 1951 sichert ihnen schon jetzt recht großen militärischen Spielraum in Grönland zu.
Abkommen könnte Streit um Arktisinsel beenden
Das neue Abkommen wäre ein vorläufiges Ende eines heftigen Streits, den die USA um die Arktisinsel, die zu Dänemark gehört, entfacht hatten. Trump hatte mit Verweis auf die Sicherheit der Vereinigten Staaten Anspruch auf Grönland erhoben.
Trumps frühere Drohungen hatten unter europäischen Staaten und den Nato-Partnern große Empörung und Widerstand ausgelöst. Das transatlantische Bündnis schien zeitweise vor einer harten Zerreißprobe zu stehen. Auch Deutschland stellte sich in dem Konflikt hinter Grönland und Dänemark, die beide immer wieder betonten, die strategisch bedeutsame und rohstoffreiche Insel stehe nicht zum Verkauf./rin/DP/mis
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