Durchschnittlich 112 Kinder pro Tag behandelt
636 Kleinkinder litten sogar unter schwerer akuter Mangelernährung - der schlimmsten Form der Mangelernährung. Sie benötigten dringend lebensrettende Hilfe, doch sauberes Wasser, medizinische Versorgung und Behandlungsmöglichkeiten seien im Gazastreifen kaum noch verfügbar, klagte Unicef. "In nur 150 Tagen - vom Jahresbeginn bis Ende Mai - wurden 16.736 Kinder im Gazastreifen aufgrund von Unterernährung behandelt. Das sind durchschnittlich 112 Kinder pro Tag", sagte Edouard Beigbeder, Unicef-Regionaldirektor im Nahen Osten und Nordafrika.
Lebensgefährlicher Teufelskreis aus Hunger und Krankheit
Wenn Mangelernährung und Krankheiten zugleich aufträten, entstehe ein lebensbedrohlicher Teufelskreis. "Schlecht ernährte Kinder sind anfälliger für schwere Erkrankungen wie akuten Durchfall. Umgekehrt verschlimmern akute und langanhaltende Durchfallerkrankungen den Gesundheitszustand und führen zu Mangelernährung", schrieb Unicef.
Unicef rief erneut alle Konfliktparteien auf, die Gewalt zu beenden, die Zivilbevölkerung - insbesondere Kinder - zu schützen, das humanitäre Völkerrecht sowie die Menschenrechte zu achten, die sofortige Bereitstellung humanitärer Hilfe zu ermöglichen und alle Geiseln aus Israel freizulassen.
Auslöser des Gaza-Krieges war der Überfall der Hamas und anderer islamistischer Extremisten auf Israel am 7. Oktober 2023. Dabei waren etwa 1.200 Menschen getötet und mehr als 250 als Geiseln nach Gaza verschleppt worden. Seither kämpft Israels Militär gegen die Hamas./ro/DP/jha
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