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UN-Klimakonferenz streitet über Agenda: 30 Stunden Verzögerung

BONN (dpa-AFX) - Die UN-Klimakonferenz in Bonn hat mit langwierigen Querelen über die Tagesordnung begonnen. Dadurch verzögerte sich die offizielle Eröffnungssitzung um 30 Stunden. UN-Klimachef Simon Stiell sprach am Abend von einer "Blockade", die jetzt aber mit einem Kompromiss beigelegt worden sei. Nun müsse man in den verbleibenden acht Tagen Tempo machen, mahnte Stiell. Die Konferenz in Bonn mit mehr als 5000 Delegierten bereitet die nächste Weltklimakonferenz im November in Brasilien vor.

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Aktivisten fordern ein Handeln gegen die Klimaerwärmung (Symbolbild).
Quelle: - ©unsplash.com:

UN-Klimachef fordert jetzt Tempo

Bei den Unstimmigkeiten ging es darum, dass Entwicklungsländer inklusive China zwei zusätzliche Punkte auf das Programm der Bonner Konferenz bringen wollten. Zum einen war dies die im Pariser Klimaabkommen festgeschriebene Verpflichtung der Industrieländer zur Unterstützung der einkommensschwachen Länder. Der zweite Punkt waren einseitige Handelsbeschränkungen für CO2-intensive Produkte. Die Einigung bestand am Ende darin, den ersten Punkt nicht zusätzlich auf die Agenda zu nehmen, aber informell darüber zu sprechen, ob dieser bei der Weltklimakonferenz behandelt werden kann. Der zweite Punkt soll unter bestehenden Tagesordnungspunkten mitverhandelt werden.

Oxfam-Klimaexperte Jan Kowalzig sagte zu der Verzögerung, sie sei einerseits "ärgerlich", andererseits gehörten solche Diskussionen aber zur Normalität von Verhandlungen, an denen fast alle Länder der Welt beteiligt seien und bei denen viel auf dem Spiel stehe. "Und inhaltlich sind die beiden Punkte aus unserer Sicht durchaus berechtigt", sagte Kowalzig./cd/DP/he


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