- Theo Müller schließt Werke in Sachsen-Anhalt und Sachsen.
- Rogätz und Leppersdorf sind die betroffenen Standorte.
- Die Produktion in Rogätz endet bis September 2027.
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Schnittkäserei in Leppersdorf schließt zum Jahresende
Die Schnittkäserei am Sachsenmilch-Standort in Leppersdorf einschließlich der zugehörigen Produktions-, Verpackungs- und Verwaltungsbereiche soll zum 31. Dezember geschlossen werden. Darüber hatte zunächst die "Leipziger Volkszeitung" berichtet. Ein Sprecher der Unternehmensgruppe bestätigte die Pläne auf Anfrage. Sachsenmilch gehört zur Unternehmensgruppe Theo Müller. Die Sauermilchkäserei und der Bereich Mozzarella am Standort in der Gemeinde Wachau nahe der Autobahn 4 seien nicht betroffen.
Der Bereich könne trotz intensiver Anstrengungen und der Prüfung aller Handlungsoptionen wegen interner und externer Rahmenbedingungen dauerhaft nicht wirtschaftlich betrieben werden, teilte der Sprecher mit. Gemeinsam mit dem Betriebsrat arbeite das Unternehmen an sozialverträglichen Lösungen. Dabei gehe es unter anderem um Möglichkeiten zur Weiterbeschäftigung innerhalb des Unternehmens, einvernehmliche Vertragsanpassungen sowie Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen.
Nachfrage nach Saucen im Glas geht zurück
Auch für das Saucenwerk in Rogätz sieht die Unternehmensgruppe nach eigenen Angaben keine nachhaltig wirtschaftliche Perspektive. Der Standort war 2008 von Homann Feinkost übernommen worden. Das Unternehmen gehört seit 2011 zur Unternehmensgruppe Theo Müller. Die rund 160 Beschäftigten seien über die Pläne informiert worden.
Trotz umfangreicher Anstrengungen sei es nicht gelungen, eine Kostenstruktur zu erreichen, die eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Kalkulation der dort hergestellten Produkte ermögliche, teilte das Unternehmen mit. Zudem bestehe erheblicher Investitionsbedarf.
Die Nachfrage nach Saucen im Glas gehe zurück, weil Verbraucherinnen und Verbraucher zunehmend andere Verpackungsformate bevorzugten. Die dadurch sinkende Auslastung verschärfe die Kostenprobleme des Standorts zusätzlich. Mit dem Betriebsrat will das Unternehmen zeitnah über sozialverträgliche Lösungen für die betroffenen Beschäftigten sprechen./djj/DP/nas
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