Eine fachgerechte Versorgung beispielsweise von Wunden nach Operationen oder von Druckgeschwüren wurde bei 11,3 Prozent der begutachteten Personen überprüft. Defizite mit eingetretenen negativen Folgen wie Wundinfektionen wurden bei 14,9 Prozent ermittelt - nach 12,1 Prozent bei Prüfungen von 2019. Defizite mit Risiken für negative Folgen gab es demnach bei 15,6 Prozent und keine oder nur geringfügige Auffälligkeiten bei 69,5 Prozent der Betroffenen.
Stichproben mit neun Heimbewohnern
Der Medizinische Dienst nimmt als Expertenorganisation Prüfungen zur Qualität und zur Organisation medizinischer Einrichtungen im Auftrag der Kranken- und Pflegekassen vor. In Heimen wird in einer Stichprobe von neun Bewohnerinnen und Bewohnern ermittelt, wie gut sie versorgt werden - etwa bei der Mobilität, der Körperpflege, beim Essen und Trinken und Behandlungen. Bei festgestellten Defiziten sollen Einrichtungen auch Verbesserungsvorschläge gemacht werden.
In der Regel werden Pflegeheime den Angaben zufolge einmal im Jahr geprüft, angekündigt werden muss es einen Tag vorher. Heime mit guten Ergebnissen müssen nur noch alle zwei Jahre geprüft werden, was im zweiten Halbjahr 2023 erstmals umgesetzt wurde. Dadurch seien 475 Heime mit guter Qualität nicht überprüft worden. Dies sei ein erster Schritt zu einer zielgenaueren Ausrichtung der Prüfungen, die so auf problematische Fälle konzentriert werden könnten./sam/DP/jha
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