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Tarifverhandlungen im ÖPNV in Baden-Württemberg: Verdi erwartet Zugeständnisse

STUTTGART (dpa-AFX) - Im Tarifstreit im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Baden-Württemberg ringen Gewerkschaft Verdi und der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) um eine Lösung am Verhandlungstisch. Ein Gewerkschaftssprecher sagte, man gehe sehr konstruktiv in die heutigen Verhandlungen. Verdi sei zu Lösungen bereit und erwarte heute erkennbare Schritte der Arbeitgeber auf die Gewerkschaft zu.

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KAV-Hauptgeschäftsführerin Sylvana Donath hatte vor der dritten Verhandlungsrunde in Stuttgart erklärt: "Die Arbeitgeber wollen an die konstruktiven Gespräche der ersten beiden Runden anknüpfen." Verdi hatte bisher zunächst offen gelassen, ob es auch im Südwesten zu neuen Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr kommt. Die Gewerkschaft hat für Freitag und in manchen Regionen auch für Samstag zu bundesweiten Warnstreiks im ÖPNV aufgerufen.

Warnstreiks sollen rechtzeitig angekündigt werden

Ein Sprecher der Gewerkschaft hatte am Dienstag erklärt, Verdi werde Warnstreiks in Baden-Württemberg, die Fahrgäste betreffen, aber auf jeden Fall rechtzeitig ankündigen. Insofern dürfte ein Warnstreik am Freitag zumindest unwahrscheinlich sein. Am kommenden Montag ist eine weitere Verhandlungsrunde in Stuttgart angesetzt.

Verdi hatte Anfang Februar bereits zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Betroffen waren Stuttgart, Karlsruhe, Heilbronn, Freiburg, Baden-Baden, Esslingen und Konstanz. Busse und Bahnen standen dort daraufhin weitgehend in den Depots.

Laufende Tarifverhandlungen

Der Warnstreik war Teil der laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr. In Baden-Württemberg arbeiten rund 6.700 Menschen in diesem Bereich.

Dieses Mal geht es nicht um höhere Löhne, sondern um den Manteltarifvertrag und damit um die Arbeitsbedingungen. Verdi fordert unter anderem höhere Zuschläge für Überstunden, Nacht- und Wochenendarbeit sowie Zulagen entsprechend der jeweiligen Entgeltstufe. Die Arbeitgeber hatten zuletzt mit Unverständnis auf die Ankündigung der Warnstreiks reagiert und auf die angespannte Finanzlage verwiesen./ols/DP/zb

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