dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 120

Studie: Mehrheit der Verlage rechnet mit digital gedeckten Kosten

BERLIN (dpa-AFX) - Die deutschen Zeitungs- und Digitalverlage rechnen mehrheitlich damit, innerhalb der kommenden fünf Jahre die redaktionellen Kosten vollständig durch digitale Erlöse decken zu können. Rund 68 Prozent der befragten Unternehmen erwarten eine entsprechende Entwicklung, wie aus der Trendumfrage "Zeitungsbranche 2026" des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) hervorgeht.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Ein Mann arbeitet an einer Statistik (Symbolbild).
Quelle: - ©unsplash.com:

Die Studie, die der BDZV gemeinsam mit der Hamburger Beratung Highberg erstellt hat, zeichnet insgesamt das Bild einer Branche in einer entscheidenden Phase des Umbaus. Zwei Drittel der Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer blicken demnach zum Jahreswechsel 2025/26 optimistisch auf die weitere Entwicklung, mehr als die Hälfte sieht das eigene Haus gut auf die digitale Transformation vorbereitet.

Verlage erwarten Print-Aus binnen 15 Jahren

Im Digitalgeschäft rechnen die Verlage erneut mit zweistelligem Wachstum - sowohl bei Abonnements als auch bei Vertriebs- und Werbeerlösen. Währenddessen setzt sich der Rückgang im Print fort. Rund 60 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die gedruckte Zeitung innerhalb der kommenden 15 Jahre vom Markt verschwinden wird. Gleichzeitig wollen die Häuser Qualität, Erscheinungstage und Zustellstandards stabil halten, obwohl die Kosten für Druck, Papier und Logistik weiter steigen dürften.

Als weitere Trends nennt die Umfrage eine zunehmende Marktkonzentration sowie den breiten Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI). 97 Prozent der Verlage erwarten positive Effekte durch KI, etwa Effizienzgewinne oder Kostensenkungen. Besonders stark dürfte sich der Einsatz demnach auf redaktionelle Prozesse auswirken. In Redaktion, Lesermarkt, Werbemarkt und Verwaltung rechnen jeweils 60 bis 80 Prozent mit Einsparungen von bis zu zehn Prozent.

Als größte Chancen für die kommenden zwölf Monate gelten der Umfrage zufolge wachsende digitale Abonnement-Erlöse - vor allem bei E-Papern

- sowie Effizienzgewinne durch KI. Risiken sehen die Verlage vor

allem in einem möglichen Rückgang des Werbemarkts, steigenden Mindestlohnkosten und weiter sinkenden Print-Vertriebserlösen./svv/DP/jha

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend