- IHK Ostbrandenburg pocht auf Regionalität der Marke.
- EWN Wurstspezialitäten schließt Wurstproduktion in Britz.
- Die Marke "Eberswalder Würstchen" besteht seit 1987.
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Das Unternehmen EWN Wurstspezialitäten GmbH & Co. KG, das die traditionsreiche Wurstfabrik in Britz Ende Februar schließen will, verkauft seine Produkte unter der Marke "Eberswalder". Diese kann nach Ansicht der IHK Ostbrandenburg aber nicht losgelöst von der Kollektivmarke "Eberswalder Würstchen" an anderen Produktionsorten verwendet werden.
Anwälte des Unternehmens widersprechen
Der Wursthersteller sieht das anders. "Nach aktueller Planung sollen die Produkte der Marke an anderen ostdeutschen Standorten mit vornehmlich ostdeutschen Rohstoffen produziert werden", hieß es von EWN auf Anfrage. "Die Wort-Bildmarke "Eberswalder" befindet sich in unserem Besitz." Nach Auffassung der Fachanwälte könne sie weiterhin genutzt werden. Das Unternehmen wolle in den kommenden Tagen aber in Ruhe direkt mit den Verantwortlichen der IHK sprechen, kündigte es an.
Das Wurstwerk gehört seit 2023 zur Zur-Mühlen-Gruppe, einer Tochter des Fleischriesen Tönnies in Nordrhein-Westfalen. Der Lebensmittelkonzern gab sich den neuen Namen Premium Food Group.
IHK hat seit Jahrzehnten Markenrechte
Die IHK Ostbrandenburg teilte mit: "Als Markeninhaber wird die IHK Ostbrandenburg alle Bestrebungen unterstützen, die dazu beitragen, dass weiterhin "Eberswalder Würstchen" original in der Region um Eberswalde hergestellt werden können." Auch andere Fleischverarbeiter dürften den Namen verwenden - "solange sie im Raum Eberswalde produzieren und dabei bestimmte Qualitätsmerkmale erfüllen".
Die Marke "Eberswalder Würstchen" besteht laut IHK seit 1987 und soll die regionale Produktion und Tradition schützen. Eigentümerin sei die Kammer seit 1995. Sie habe das damals drohende Abwandern der Produktion verhindern wollen./mow/DP/zb
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