Die Bahn müsse "angemessene Ersatzverkehrsleistungen für alle betroffenen Kommunen und Regionen an den von den Totalsperrungen betroffenen Strecken anbieten", heißt es in dem Schreiben der Länder Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Der Brief ist auf den 19. Mai datiert und wurde am Dienstag veröffentlicht. Zuerst hatten der "Tagesspiegel" und der "Nordkurier" darüber berichtet.
Auch müsse der Ersatzverkehr auf der Straße und der Schiene verlässlich finanziert werden, und es müsse ausreichend Kapazitäten für den Güterverkehr auf Umleitungsrouten geben.
Neun Monate Vollsperrung
Der Streckenabschnitt zwischen Berlin und Hamburg soll von August 2025 bis April 2026 komplett gesperrt und rundum saniert werden. Mit 230 Zügen und bis zu 30.000 Fahrgästen pro Tag handelt es sich um eine der wichtigsten Direktverbindungen. Die Strecke ist rund 280 Kilometer lang.
Im Fernverkehr werden die Züge dann über Stendal, Uelzen und Salzwedel umgeleitet. Für Fahrgäste bedeutet das eine längere Fahrzeit von 45 Minuten. Im Nahverkehr sollen einige Regio-Linien für schnelle Zugverbindungen nach Berlin und Hamburg sorgen. Die entfallenden Halte werden von Bussen angefahren - teils mit erheblich längeren Fahrzeiten.
Brandenburgs Verkehrsminister Detlef Tabbert (BSW) teilte mit: "Damit die Mobilität für Pendlerinnen und Pendler sowie Unternehmen während der Bauzeit gesichert bleibt, brauchen wir vom Bund klare Zusagen für eine verlässliche Finanzierung der Ersatzverkehre und Investitionen in die notwendige Infrastruktur." Auch ein "Korridorbeirat" unter Beteiligung aller relevanten Akteure solle einberufen werden, fordern die Länder./wim/DP/men
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