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Speicherchips sind die neuen KI-Könige – bis China den Stecker zieht?

Speicherchips sind der heimliche KI-Motor: Preise und Margen schießen hoch. Micron steuert auf Rekordzahlen zu. Doch ein Frühindikator blinkt rot.
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Die chinesische Flagge.
Quelle: - pixabay.com
Apple Inc 226,70 € Apple Inc Chart +1,39%
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Dell Technologies Inc 162,50 € Dell Technologies Inc Chart -0,84%
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Hewlett Packard Enterprise Company 22,05 € Hewlett Packard Enterprise Company Chart +1,57%
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Micron Technology Inc 391,70 € Micron Technology Inc Chart +0,91%
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Samsung Electronics Ltd ADR 2.130 € Samsung Electronics Ltd ADR Chart -0,93%
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SK Hynix Inc 656,00 € SK Hynix Inc Chart -1,80%
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Speicherchip-Hersteller sind derzeit die großen Gewinner des Booms rund um Künstliche Intelligenz. Micron Technology (Micron Technology Aktie), SK Hynix und Samsung Electronics profitieren von einer enormen Nachfrage nach Rechenzentrums-Hardware. Die Branche ist zyklisch. Auf Knappheit folgt laut Barron's historisch oft Überangebot. Dann kippen Preise und Aktienkurse.

Rolf Bulk, Leiter der Aktienanalyse für Halbleiter und Infrastruktur beim Researchhaus Futurum, sagte Barron’s:

"Investitionsausgaben waren in der Vergangenheit ein Frühindikator für ein Überangebot ... Auch wenn wir Anzeichen für eine Abflachung der Preise sehen, ist dies ein Frühindikator für eine Trendwende."

KI-Server brauchen High-Bandwidth Memory, damit sie riesige Datenmengen schnell verarbeiten. Sie brauchen außerdem dynamischen Direktzugriffsspeicher in weiteren Varianten.

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Dazu kommt Flash-Speicher auf Basis der Not-And-Logik, um Daten zu speichern. High-Bandwidth Memory frisst viel Kapazität. Jede Einheit bindet laut Barron’s etwa dreimal so viel Wafer-Leistung wie Standardspeicher. Das verknappt andere Produkte und treibt die Preise im gesamten Markt.

TrendForce rechnet deshalb mit einem riesigen Speichermarkt. Das Institut sieht für 2026 ein Volumen von 551,6 Milliarden US-Dollar und für 2027 von 842,7 Milliarden US-Dollar. Auch die UBS erwartet kräftige Preissprünge. Die Bank prognostiziert für das erste Quartal 2026 ein Plus von 62 Prozent bei Vertragspreisen für einen gängigen Arbeitsspeicher-Typ und rund 40 Prozent bei Flash-Speicher auf Not-And-Basis. Das erhöht den Druck auf Gerätehersteller wie Apple.

Wichtigste potenzielle Zusatzquelle ist China

ChangXin Memory Technologies, der größte Hersteller für dynamischen Direktzugriffsspeicher des Landes, und Yangtze Memory Technologies, das sich auf Flash-Speicher vom Typ NAND konzentriert, bauen aus. Barron’s berichtet, Dell Technologies und HP hätten begonnen, Produkte von ChangXin Memory Technologies in Betracht zu ziehen.

Selbst wenn chinesische Anbieter technologisch aufschließen, bleibt ein weiteres Risiko bestehen. Westliche Unternehmen könnten wegen möglicher Sanktionen zögern, sich von chinesischen Lieferanten abhängig zu machen.

Die entscheidende Frage bleibt das Angebot

Micron hat Investitionen von rund 200 Milliarden US-Dollar für den Ausbau in den USA zugesagt. SK Hynix und Samsung melden ebenfalls steigende Ausgaben. Kurzfristig bremst aber die Realität der Fabriken. Produktionslinien lassen sich nicht schnell hochziehen. Micron erwartet, dass die Branchenlieferungen bei Arbeitsspeicher und Flash-Speicher im Jahresvergleich um etwa 20 Prozent steigen und die Nachfrage bis 2026 höher bleibt als das Angebot.

Micron will nach einer Erweiterung in Idaho für 50 Milliarden US-Dollar erst ab Mitte 2027 zusätzliche Wafer produzieren. SK Hynix plant Serienproduktion im Yongin-Cluster Ende 2027. Microns Projekt in New York für 100 Milliarden US-Dollar zielt auf 2030. Barron’s geht daher davon aus, dass Engpässe bei den Marktführern mindestens die nächsten zwölf bis 18 Monate anhalten.

Timothy Arcuri von der UBS bewertet Umsätze je nach Produkttyp unterschiedlich und kommt auf ein Kursziel von 450 US-Dollar. Nach einer Vervierfachung binnen eines Jahres ist somit nicht mehr allzu viel Luft nach oben für die Micron-Aktie. 

Autor: sbh-Redaktion/neb


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