MADRID (dpa-AFX) - Die linksgerichtete Regierung in Spanien hat die vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg als eine Chance für die Diplomatie begrüßt. Außenminister José Manuel Albares sprach im Interview des Radiosenders RNE von einem "Tag der Hoffnung". Zugleich forderte er aber, dass auch die israelischen Angriffe auf den Libanon eingestellt werden.
"Es ist inakzeptabel, dass die Invasion Israels in ein souveränes Land, die Angriffe auf die Friedenstruppen der Vereinten Nationen - die Blauhelme, unter denen sich auch spanische Soldaten befinden, die hervorragende Arbeit leisten - sowie die wahllosen Bombardierungen der Zivilbevölkerung in Beirut fortgesetzt werden", beklagte der spanische Außenminister.
Mit Blick auf die kommenden zwei Wochen sagte Albares: "Wir werden keine Ressourcen scheuen, um die Vermittlungsbemühungen Pakistans zu unterstützen und der Diplomatie zum Durchbruch zu verhelfen. Aber es ist noch zu früh, um zu wissen, wohin sie führen werden." Ein endgültiger Frieden sei noch weit entfernt. Man müsse daher alles tun, um "das Risiko von Gewalt und einer inakzeptablen Eskalation, wie sie die Menschheit seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr erlebt hat, zu verringern", forderte er./er/DP/stw
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