- Foto: Olaf Kosinsky (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Jens_Spahn_CDU_Parteitag_2014_by_Olaf_Kosinsky-5.jpg), „Jens Spahn CDU Parteitag 2014 by Olaf Kosinsky-5“, Zuschnitt von ARIVA.DE, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode
BERLIN (dpa-AFX) - Angesichts des Handelsstreits zwischen der EU und China hat Unionsfraktionschef Jens Spahn deutsche Unternehmen zu einer stärkeren Risikovorsorge aufgefordert. Sie sollten "ihre Risiken anders bewerten" als noch vor drei oder vier Jahren, sagte der CDU-Politiker nach seiner Rückkehr von einer China-Reise dem Informationsdienst "Table.Briefings".
Für dich zusammengefasst:
Spahn fordert Unternehmen zu besserer Risikovorsorge auf.
Risiken sollten neu bewertet werden im Handelskontext.
EU-Gipfel berät über Chinas Einfluss auf die Industrie.
"Ich frage jeden Unternehmer: Habt ihr den Stresstest so gemacht, dass Euer Unternehmen weiterlebt, wenn ihr Eure Anlage in China abschreiben müsst?", sagte er. "Die Bundesregierung jedenfalls kann diese Risiken nicht übernehmen."
Neue EU-Vorgaben zur Diversifizierung von Lieferketten lehnte Spahn aber ab, weil das zusätzliche Berichtspflichten bedeuten würde. "Zur Diversifizierung zwingen heißt ja wieder: Berichte schreiben, Nachweise erbringen", erklärte er. "Dem kann ich wenig abgewinnen." Stattdessen sprach er sich unter anderem für neue Partnerschaften mit anderen Ländern aus.
Beim aktuellen EU-Gipfel in Brüssel beraten die Staats- und Regierungschefs über den weiteren Kurs gegenüber China. Im Fokus steht die Frage, wie Europa auf Chinas enorme staatliche Förderung, hohe Exporte und Rekordüberschüsse reagieren soll, die der europäischen Industrie durch billigere chinesische Konkurrenz zusetzen./and/DP/jha
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