Für den Report, der BTC-ECHO vorliegt, wurden insgesamt 2.230 vermögende Anleger in Deutschland, den USA, Großbritannien, Frankreich, Italien, Schweden und der Schweiz befragt, darunter 305 Teilnehmer aus Deutschland. Voraussetzung waren mindestens 500.000 US-Dollar investierbares Vermögen.
Besonders ausgeprägt ist das Vertrauen in Bitcoin: 80 Prozent der deutschen Befragten betrachten die Kryptowährung als verlässlichen langfristigen Wertspeicher in einem sich wandelnden globalen Wirtschaftssystem. Von den Anlegern, die bereits digitale Assets besitzen, halten 81 Prozent Bitcoin, wobei sich die Portfolios meist nicht ausschließlich auf die größte Kryptowährung beschränken.
Die deutsche Mittelschicht ist nicht unbedingt für ihre Affinität mit Risikoanlagen wie Bitcoin bekannt. Umso paradoxer ist: Im Vergleich mit den sechs anderen untersuchten Märkten fällt Deutschland vor allem durch die hohe Risikobereitschaft auf. 82 Prozent der deutschen Teilnehmer fühlen sich mit den Risiken digitaler Assets wohl.

Das Anlageverhalten ist dennoch nicht primär auf kurzfristige Kursbewegungen ausgerichtet: Langfristiger Kapitalzuwachs und Diversifikation bilden für 38 Prozent der deutschen Krypto-Anleger die wichtigsten Investitionsmotive, spekulative Gründe kommen auf 20 Prozent.
Bei der Verwaltung dieser Investments zeigt sich dennoch Beratungsbedarf. 69 Prozent der Befragten können sich vorstellen, mit einem Vermögensverwalter zusammenzuarbeiten, der über Krypto-Expertise verfügt. Unter den Anlegern, die bereits einen solchen Berater nutzen, halten 37 Prozent dessen Umgang mit digitalen Assets für zu vorsichtig.
Für Nico Mund, DACH-Sprecher von CoinShares, steht der Wunsch nach professionellen Lösungen nicht im Widerspruch dazu, dass deutsche Anleger ihre Investmententscheidungen häufig selbst treffen. "In den vergangenen Jahren sind Sicherheit und ein einfacher Zugang für Anleger deutlich wichtiger geworden. Deshalb beobachten wir eine Verschiebung hin zu regulierten Krypto-ETPs", sagt Mund auf Anfrage von BTC-ECHO.
Der Vorteil liege vor allem darin, die Entscheidung über das Investment weiterhin selbst treffen zu können, ohne die Verwahrung ebenfalls übernehmen zu müssen. "Sie ermöglichen es Investoren, die gewünschte Krypto-Exponierung beizubehalten, ohne viele der operativen und sicherheitsbezogenen Risiken der Selbstverwahrung übernehmen zu müssen, etwa die Verwaltung privater Schlüssel oder die sichere Verwahrung der Vermögenswerte", so Mund. Für deutsche Anleger werde damit eine Kombination zunehmend attraktiv: "Sie können ihre Anlageentscheidung eigenständig treffen und zugleich über ein reguliertes, sicheres und einfach umsetzbares Produkt in Krypto investieren."
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Wie stark sich Krypto bereits in der Vermögensanlage etabliert hat, unterscheidet sich zudem nach Alter. Deutsche Anleger zwischen 18 und 44 Jahren investieren im Schnitt zwölf Prozent ihres Portfolios in digitale Assets, bei den über 45-Jährigen sind es acht Prozent.
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