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SAPs große KI-Wette: Wird Joule die erhoffte Revolution bringen?

SAP setzt große Hoffnungen auf KI-Assistenten wie Joule, um die Zukunft zu sichern. Doch erste Nutzer sind enttäuscht. Warum die neue Technologie nicht wie erwartet begeistert und was das für SAP bedeutet.
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SAP sieht sich mit wachsendem Widerstand gegenüber seinen neuen KI-Produkten konfrontiert. Insbesondere der KI-Assistent Joule, der entwickelt wurde, um Nutzern zu helfen, komplexe SAP-Systeme effizienter zu navigieren und Aufgaben wie das Codieren zu vereinfachen, stieß bei einigen Nutzern auf Enttäuschung. Ein SAP-Partner erklärte laut Bloomberg, dass die neuen Produkte für die Kunden die versprochenen Einsparungen nicht brachten und die Kosten nicht gerechtfertigt seien.

Vorstandsvorsitzender Christian Klein setzt jedoch große Hoffnungen auf Joule, um das Unternehmen voranzutreiben, da das Umsatzwachstum aus der letzten großen Umstellung auf Cloud-basierte Software voraussichtlich nachlassen wird.

SAPs Lösungen sind weltweit im Einsatz – über 90 Prozent der Fortune-500-Unternehmen nutzen sie für Finanzen, Beschaffung oder Personalwesen. Doch die Fähigkeit, mit neuen Technologien wie KI Schritt zu halten, ist entscheidend, um im Wettbewerb zu bestehen.

Trotz dieser Schwierigkeiten sieht SAP (SAP Aktie) ein starkes Interesse von Kunden aus verschiedenen Branchen, die KI-Technologie nach und nach übernehmen. Ein Sprecher des Unternehmens betonte, dass Joule "seit seiner Einführung erheblich weiterentwickelt wurde". Dennoch bleibt die Akzeptanz zögerlich. Volkswagen (VW Aktie), ein großer SAP-Kunde, testete Joule und fand es noch nicht ausgereift genug, um nennenswerte Einsparungen zu erzielen.

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SAP-Kunden sind vorsichtig

Laut einer Umfrage von Deloitte haben nur 23 Prozent der Unternehmen KI-Technologien "zumindest mäßig" integriert. Jens Hungershausen, CEO der deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe DSAG, sagte:

"Jetzt muss sie vom Markt angenommen werden, und dann stellt sich die Frage, wie hoch die Rendite sein wird, denn KI kostet auch Geld."

Ein weiteres Problem ist die Komplexität des Preismodells für SAPs KI-Produkte, das zusätzliche Kosten für "Credits" vorsieht, die Kunden für die Nutzung von Funktionen ausgeben müssen.

Gartner-Analysten wiesen laut Bloomberg darauf hin, dass diese Zahlungsstruktur für Kunden oft undurchsichtig und schwer verständlich ist, was zu übermäßigen Ausgaben führen kann. Ein SAP-Berater erklärte, dass Joule nur dann nützliche Antworten lieferte, wenn die Eingaben sehr spezifisch waren, was seine Nützlichkeit einschränkte.

Die Dringlichkeit der KI-Umstellung wurde deutlich, als SAP Ende Januar seine Geschäftszahlen veröffentlichte und eine enttäuschende Wachstumsrate für Cloud-Abonnements meldete. Die Aktie fiel zweistellig. 

Trotz des Widerstands gegen die KI-Produkte und der Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung bleibt SAP optimistisch, dass seine umfassenden Geschäftsdaten der KI einen Wettbewerbsvorteil verschaffen werden.

Klein sagte, dass die Einführung von KI in die Geschäftsprozesse der Kunden bereits real ist und SAP mit dieser Technologie Aufträge gewinnen kann. Dennoch wird es für das Unternehmen entscheidend sein, seine Kunden von den Vorteilen der KI-Transformation zu überzeugen, um langfristig erfolgreich zu bleiben.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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