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Santander verliert über 200 Millionen Pfund durch gescheiterten britischen Kreditgeber

Der spanische Bankriese Banco Santander muss einen herben Rückschlag einstecken: Mehr als 200 Millionen Pfund hängen an der Insolvenz von Market Financial Solutions. Die schockierenden Verluste reißen ein weiteres Loch in die Bilanz – doch das ist nicht das einzige Risiko, das Santander derzeit zu bewältigen hat.
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Eine Santander Bank in Manchester, England.
Quelle: - © tupungato / iStock Editorial / Getty Images Plus / Getty Images
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Die Banco Santander (Santander Bank Aktie) sieht sich mit einem Verlust von mehr als 200 Millionen Pfund (rund 267 Millionen US-Dollar) konfrontiert. Grund dafür ist der Zusammenbruch des britischen Kreditinstituts Market Financial Solutions (MFS). Der spanische Finanzriese hatte seine Forderungen gegen MFS mit einem Portfolio von Hypotheken abgesichert. Dieses macht eine Summe von etwa 200 bis 300 Millionen Pfund aus – ein geringerer Betrag im Vergleich zu den rund 500 Millionen Pfund, die Barclays verloren hat, sowie den 400 Millionen Pfund von Apollo Global Managements Atlas Partners.

MFS war im vergangenen Monat in eine spezielle Form der Insolvenz übergegangen, nachdem schwere Betrugsvorwürfe aufgekommen waren, darunter die angebliche doppelte Belastung von Vermögenswerten. Auch weitere Wall-Street-Firmen wie Jefferies Financial Group sind betroffen, was die Schockwellen dieses Finanzdesasters weiter verstärkt.

In einem Interview mit Bloomberg TV spielte Ana Botín, die Vorsitzende von Santander, die Folgen des Fehlschlags herunter und verglich die schmerzhaften Verluste mit "Stichen von Quallen am Strand".

Obwohl Santander die Details zu seiner MFS-Exposition nicht kommentiert, zeigte sich der Konzern auch in anderen Bereichen verwickelt. So war die Bank etwa in den Zusammenbruch des US-Autozulieferers First Brands Group involviert. Dennoch versicherte Finanzvorstand José Garcia-Cantera, dass die Gesamtexposition von Santander zu privaten Märkten weniger als ein Prozent der gesamten Kreditvergabe ausmache.

Die turbulente Situation bei MFS ist ein weiteres Beispiel für die Risiken, die Banken im globalen Finanzsystem trotz der scheinbaren Stabilität weiterhin bedrohen.

Am Donnerstagnachmittag notiert die Santander-Aktie an der Börse Stuttgart mehr als ein Prozent im Minus. Ein Anteilsschein kostet derzeit 9,92 Euro (Stand: 14:01 Uhr). 
Autor: sbh-Redaktion/FH


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