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Sachsens Ministerpräsident Kretschmer regt Bürokratie-Moratorium an

DRESDEN (dpa-AFX) - Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sieht dringenden Handlungsbedarf beim Bürokratieabbau. Die Deutschen müssten bereit sein, überschüssigen Ballast abzuwerfen, den es an ganz vielen Stellen gebe, sagte er der Deutschen Presse-Agentur nach einem Besuch auf der Baustelle des Halbleiterkonzerns Infineon (Infineon Aktie) in Dresden. "Ich weiß nicht, ob das im Klein-Klein gelingt oder ob wir nicht hier eine generelle Lösung brauchen."

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Die Dresdner Semperoper.
Quelle: - pixabay.com:

Moratorium für Regelungsdichte

Kretschmer nannte in diesem Zusammenhang ein Moratorium, für die nächsten Jahre keine neuen Regeln zu erlassen und sie auf das europäische Mindestmaß zurückzuführen. Deutschland liege bei vielen Vorschriften über dem europäischen Recht, was Vorhaben teuer, langsamer und schwieriger macht. "So geht das nicht." Der Bau der neuen Smart Power Fab von Infineon sei ein Beleg dafür, dass Projekte schnell und effizient umgesetzt werden können, wenn man professionell arbeite und sich von Überregulierung befreie.

Neue Halbleiterfabrik soll bis zu 1.000 neue Arbeitsplätze bringen

In Dresden entsteht derzeit eine der modernsten Halbeiterfabriken Europas. Infineon investiert dafür fünf Milliarden Euro. Unlängst hatte das Unternehmen die Bestätigung des Bundeswirtschaftsministeriums zur Förderung der Smart Power Fab bekommen. Im Mai 2023 erfolgte der Spatenstich, 2026 soll die Produktion beginnen. Mit dem Ausbau der Chipproduktion soll auf die Nachfrage nach Halbleitern im Bereich erneuerbare Energien, Rechenzentren und E-Mobilität reagiert werden. Bis zu 1.000 neue Jobs sind avisiert.

Milliarden-Projekt liegt im Zeitplan und Kostenrahmen

Nach Angaben von Infineon liegt der Bau voll im Zeitplan und Kostenrahmen. "Die Smart Power Fab ist mehr als ein Bauprojekt. Sie ist ein starkes Bekenntnis zum Standort Dresden und zur Zukunft der europäischen Mikroelektronik", erklärte Raik Brettschneider, Geschäftsführer von Infineon Dresden. Das Unternehmen beschäftigt hier mehr als 3.900 Mitarbeiter aus gut 50 Nationen. Die Suche nach Personal für die neue Fabrik läuft bereits. Infineon will dabei auch von seinen mehr als 350 Azubis im Standort profitieren./jos/DP/mis

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