Rutte: US-Streichpläne treten umgehend in Kraft

dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 168
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Streichpläne des US-Militärs in Europa treten nach den Worten von Nato-Generalsekretär Mark Rutte umgehend in Kraft. Vor dem Treffen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel machte er zugleich deutlich, dass verstärkte Anstrengungen der Europäer nötig seien, um militärischen Ersatz für die Abschreckung zu stellen.

Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Rutte wies wiederholt darauf hin, dass es sich um Kürzungen im Rahmen eines Planungsinstrumentes (Nato Force Model) handele, während im Kriegsfall alle Verbündeten - auch die USA - maximale militärische Anstrengungen unternähmen. "Wenn es aber einen Krieg geben würde, werden wir alle an die Grenzen der Fähigkeiten gehen ("max out"), um sicherzustellen, dass wir den Krieg führen können", sagte Rutte dazu.

Mit dem sogenannten Nato Force Model wird im Bündnis festgelegt, welche Mitgliedstaaten wie viele Kräfte und Fähigkeiten bereithalten und wie schnell diese verfügbar sein müssen. Rutte hatte bereits am Mittwoch bestätigt, dass die USA künftig weniger militärische Fähigkeiten für Abschreckung und Verteidigung unter Nato-Kommando in Bereitschaft halten.

Rutte spricht von stärkerem Europa in der Nato

"Alles dreht sich hier um die Nato 3.0. Ein stärkeres Europa in einer stärkeren Nato, die wir aufbauen", sagte Rutte vor Journalisten. Die europäischen Nato-Verbündeten ersetzten bereits einige Fähigkeiten oder seien fast am Ziel. In anderen Bereichen sei "mehr Arbeit" nötig.

Knapp drei Wochen vor dem Nato-Gipfel in der Türkei treffen sich heute die Verteidigungsminister in Brüssel. Thema bei den Beratungen soll unter anderem die Frage sein, wie die Europäer und Kanadier mit ihren Aufrüstungsbemühungen vorankommen. Die Alliierten hatten US-Präsident Donald Trump beim Gipfel im vergangenen Jahr zugesagt, spätestens ab 2035 jährlich fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Verteidigung und Sicherheit zu investieren. Bisher lag das Ziel bei zwei Prozent./cn/DP/stw



Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend