Russische Drohnen schlagen in Schule und an Flussbrücke in Kiew ein

dpa-AFX  | 
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Die russische Flagge.
- pixabay.com

KIEW (dpa-AFX) - Bei einem russischen Luftangriff ist in der ukrainischen Hauptstadt Kiew eine Drohne in einem Schulgebäude eingeschlagen. "Die russischen Missgeburten greifen weiter das Leben unseres Landes, ukrainische Kinder, unsere Schulen an", schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj auf sozialen Netzwerken. Da alle Schüler und Lehrer rechtzeitig in einen Schutzraum gingen, habe es keine Verletzten gegeben.

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Selenskyj zufolge brach ein Feuer in der zweiten Etage des Schulgebäudes aus, es wurden Fenster und Türen beschädigt. Eine Außenwand wurde zum Teil zerstört. Der Staatschef versprach Gegenangriffe und forderte die Verbündeten auf, den Druck auf Russland und die Unterstützung für die Ukraine zu erhöhen.

Einem Bericht des Nachrichtenportals Hromadske zufolge war das nicht der erste Einschlag in der Schule. Der Großteil der Schüler nahm demnach aufgrund der ständigen Gefahr durch russische Luftangriffe online am Unterricht teil.

Brücke wird nach Angriff überprüft

Zudem gab es laut Behördenangaben in Kiew zwei Drohneneinschläge nahe einem Stützpfeiler der Südbrücke über den Fluss Dnipro. "Derzeit ist der Verkehr der U-Bahn und des öffentlichen Nahverkehrs über die Brücke eingestellt", teilte Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit. Das Bauwerk werde von Fachleuten überprüft. In sozialen Netzwerken kursierende Videos zeigten einen Drohneneinschlag in unmittelbarer Nähe eines fahrenden U-Bahnzuges.

Die städtischen Behörden hatten erst Anfang September ein neues Warnsystem eingeführt, bei dem die U-Bahnlinie über die Südbrücke auch bei einfachen Drohnenangriffen weiter in Betrieb bleibt. Davor galt ein Fahrverbot über die Brücke bei jedem Luftalarm. Mehr als ein Drittel der Einwohner der Dreimillionenstadt lebt in Hochhaussiedlungen auf dem Ostufer des Dnipro. Insgesamt sieben Brücken für U-Bahn, Eisenbahn und Straßenverkehr verbinden den Ost- und den Westteil Kiews.

Seit dem Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 wurden die Brücken in Kiew nicht ernsthaft angegriffen./ast/DP/jha



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