- Vor der Wahl schließen Parteien ihren Wahlkampf ab.
- Die Linke führt laut Umfragen mit 22 Prozent.
- Dreier-Koalitionen sind die wahrscheinlichsten Optionen.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Bei den Grünen sprechen im Mauerpark Spitzenkandidat Werner Graf und die frühere Parteichefin Ricarda Lang. Beim BSW ist auf dem Alexanderplatz Parteigründerin Sahra Wagenknecht dabei. Die CDU hat ihren Wahlkampfabschluss erst am Samstag.
Neue Umfrage lässt Kopf-an-Kopf-Rennen erwarten
Das Rennen ist nach wie vor offen - das haben auch neue Umfragewerte der Forschungsgruppe Wahlen am Donnerstag gezeigt. Wie schon die zurückliegenden Umfragen lassen die neuen Daten ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwarten. Auf Platz eins liegt demnach derzeit die Linke mit 22 Prozent. Die CDU kommt im neuen ZDF-"Politbarometer" auf 20 Prozent.
Dahinter liegen die AfD mit 18 Prozent, die Grünen mit 15 Prozent und die SPD mit 12 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) kommt auf 4 Prozent und kann damit auf einen Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde und den Einzug ins Berliner Landesparlament hoffen. 23 Prozent der Befragten sagten, sie seien noch unsicher, welcher Partei sie am Sonntag ihre Stimme geben werden.
Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.
Spitzenkandidaten noch einmal im Schlagabtausch
Bei der letzten Debatte der Spitzenkandidaten diskutierten Elif Eralp (Linke), Stefan Evers (CDU), Werner Graf (Grüne) und Steffen Krach (SPD) am Donnerstagabend auf Einladung des "Tagesspiegel" über die großen Wahlkampfthemen. Es ging unter anderem um Wohnungspolitik, Mobilität und Antisemitismus. Eralp sah sich dem Vorwurf ausgesetzt, nicht genug gegen Judenfeindlichkeit in ihrer Partei zu tun.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) rief am Abend bei seinem ersten und einzigen Auftritt im Berliner Wahlkampf zum vereinten Kampf gegen Antisemitismus auf und warb für seinen Reformkurs.
Dreier-Koalition am wahrscheinlichsten
Laut allen Umfragen der vergangenen Wochen kommt keine Zweier-Koalition auf eine Mehrheit, auch nicht das seit 2023 regierende Bündnis aus CDU und SPD. Als wahrscheinliche Optionen gelten Dreier-Koalitionen - also entweder gehen CDU, Grüne und SPD zusammen oder Linke, Grüne und SPD.
Die AfD dürfte, anders als in Sachsen-Anhalt, bei der Regierungsbildung außen vor bleiben, weil die übrigen Parteien eine Zusammenarbeit mit der Rechtsaußen-Partei ablehnen./toz/DP/zb
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