dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 2095

ROUNDUP: US-Wirtschaft wächst so starkt wie seit zwei Jahren nicht mehr

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Wirtschaft ist im Sommer stärker gewachsen als erwartet. Im dritten Quartal stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal um annualisiert 4,3 Prozent, wie das Handelsministerium am Dienstag in einer ersten Schätzung in Washington mitteilte. Dies ist das stärkste Wachstum seit zwei Jahren. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Wachstum von 3,3 Prozent gerechnet. Im zweiten Quartal hatte das BIP noch um 3,8 Prozent zugelegt.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Das Wirtschaftswachstum wurde durch den Anstieg der Konsumausgaben gestützt. Sie stiegen um annualisiert 3,5 Prozent. Volkswirte hatten mit 2,7 Prozent gerechnet. Auch wachsende Exporte und steigende Staatsausgaben stützten die Konjunktur. Hier dürfte laut Händlern auch die Beruhigung der Zollstreitigkeiten eine Rolle gespielt haben. Das Wachstum der Unternehmensinvestitionen schwächte sich hingegen ab.

Die US-Wirtschaft demonstriere ihre Widerstandskraft, sagte der US-Experte von KfW Research, Stephan Bales. "Nach dem Zickzackkurs der ersten Jahreshälfte deutet vieles auf eine klare Stabilisierung der US-Konjunktur hin."

Auch im kommenden Jahr erwarte Bales ein solides US-Wirtschaftswachstum. Viele Haushalte spürten zwar noch die Belastung durch die Preissteigerungen der vergangenen Monate, doch ein nachlassender Inflationsdruck gebe Hoffnung auf Entlastungen. Zudem dürften die Unternehmensinvestitionen durch die Investitionszusagen aus Zoll-Vereinbarungen wieder leicht an Fahrt gewinnen. Die US-Wirtschaft bleibe "auf Kurs trotz globaler Unsicherheiten".

In den USA werden die Daten zum Wirtschaftswachstum annualisiert veröffentlicht. In Europa wird auf diese Methode verzichtet, weshalb die Zahlen nicht direkt miteinander vergleichbar sind. Um auf eine mit Europa vergleichbare Wachstumsrate zu kommen, müsste man die US-Rate durch vier teilen. Die Zahlen wurden mit Verzögerung veröffentlicht. Grund war die vorübergehende Schließung der Bundesbehörden (Shutdown). Der Shutdown fand im Oktober und November statt und wird sich erst im 4. Quartal auf das Wachstum auswirken.

Der US-Dollar machte nach den Daten Verluste zum Euro wett. Die Renditen von US-Staatsanleihen legten merklich zu. Der deutsche Aktienmarkt wurde wenig bewegt. Die Aussicht auf weitere Leitzinssenkungen durch die US-Notenbank dürfte durch die Daten gedämpft werden./jsl/als/he

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend