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ROUNDUP/Selenskyj: äußerst gefährlicher Präzedenzfall für Europa

KIEW (dpa-AFX) - Nach dem Abschuss mehrerer Drohnen im polnischen Luftraum hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine starke Reaktion gefordert. Moskau teste immer die Grenzen des Möglichen und bleibe, wenn es keine starke Reaktion gebe, auf einer neuen Eskalationsstufe, schrieb er in sozialen Medien.

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Treffen von Selenskyj mit den Staatsoberhäuptern von Polen, Litauen, Lettland und Estland
Quelle: - ©Creative Commons Public Domain Mark 1.0:

Er sprach von einem "äußerst gefährlichen Präzedenzfall für Europa". Seinen Informationen nach drangen mindestens acht russische Drohnen iranischer Bauart in den polnischen Luftraum ein. Auch nach Angaben der polnischen Regierung stammen die abgeschossenen Drohnen aus Russland.

Es mehrten sich Hinweise, dass der Vorfall kein Zufall war, schrieb der ukrainische Präsident. Die Ukraine biete Polen Unterstützung beim Aufbau eines Warn- und Schutzsystems an. Nach Angaben aus Kiew überflog um 0.50 Uhr (23.50 MESZ) die erste russische Drohne die Grenze zwischen der Ukraine und Polen. Mindestens zwei Drohnen, die in polnisches Gebiet eindrangen, sollen den belarussischen Luftraum genutzt haben.

Selenskyj warnte, wenn Maßnahmen gegen Russland und dessen Verbündete verzögert würden, nähme die Brutalität der Angriffe nur zu. Ausreichend Waffen seien nötig, um Russland abzuschrecken.

Mehr als 400 Angriffe Moskaus

Das russische Militär überzog die Ukraine in der Nacht erneut mit Angriffen aus der Luft. Selenskyj zufolge wurde dabei ein Mensch in der westlich von Kiew gelegenen Region Schytomyr getötet. Bislang wisse man von drei Verletzten. Moskau habe rund 415 Drohnen und mehr als 40 Marschflugkörper und Raketen eingesetzt und 15 ukrainische Regionen attackiert.

Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als drei Jahren gegen die russische Invasion./ksr/DP/men

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