COURBEVOIE (dpa-AFX) - Die Geschäfte des französischen Baustoffkonzerns Saint Gobain haben sich nach einem schwachen Jahresauftakt im zweiten Quartal belebt. Der Umsatz kletterte in den ersten sechs Monaten auf vergleichbarer Basis - also vor Währungseffekten und den Folgen von Zu- und Verkäufen - somit um knapp ein Prozent auf 23,6 Milliarden Euro, wie der Konzern am Donnerstagabend in Courbevoie mitteilte. Dazu trugen alle Regionen bei. Inklusive Währungs- und Portfolioeffekten fiel der Umsatz allerdings leicht. Die Aktie legte am Vormittag im Pariser Handel um knapp sieben Prozent zu.
Für dich zusammengefasst:
Saint-Gobain erzielte im ersten Halbjahr 23,6 Mrd. Euro Umsatz.
Der operative Gewinn (Ebitda) sank auf 3,63 Mrd. Euro.
Das Unternehmen plant Umsatzwachstum in allen Regionen.
Beim operativen Gewinn konnte das im EuroStoxx 50 notierte Unternehmen das schwache erste Quartal hingegen nicht kompensieren. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank im ersten Halbjahr um gut fünf Prozent auf 3,63 Milliarden Euro. Von Bloomberg befragte Experten hatten allerdings mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet. Der Umsatz fiel ebenfalls besser als erwartet aus.
Für Elodie Rall von der US-Bank JPMorgan hat der Baustoffkonzern die Erwartungen beim Umsatz im zweiten Quartal und beim operativen Ergebnis (Ebitda) im ersten Halbjahr übertroffen. Die Resultate seien überzeugend, auch wenn sich dies nach den Resultaten des Branchenunternehmens Sika schon abgezeichnet habe.
Die Ziele für 2026 bestätigte Saint-Gobain. Für das zweite Halbjahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum in allen Regionen. Während sich in Europa die einzelnen Länder unterschiedlich entwickeln dürften, bleibe das Umfeld in der Region America unsicher. In Asien-Pazifik sollte das Wachstum vor allem von Südostasien und Indien getragen werden. Die Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll im Gesamtjahr mehr als 15 Prozent betragen. Im ersten Halbjahr erreichte sie 15,4 Prozent./mne/zb/lew/mis
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