CAMBRIDGE (dpa-AFX) - Der weltweite Energiehunger wegen des Baus immer neuer KI-Rechenzentren sorgt weiter für eine hohe Nachfrage beim Energietechnikkonzern GE Vernova . Vor allem in den USA stoßen die Stromnetze und die Erzeugungskapazitäten in einigen Regionen an ihre Grenzen, teilweise gibt es Baustopps für neue Rechenzentren. Das treibt die Nachfrage etwa nach Gasturbinen zur Stromerzeugung sowie nach Netztechnik an, Produktionskapazitäten sind teilweise auf Jahre im Voraus ausgebucht.
Für dich zusammengefasst:
GE Vernova steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 25%.
Der Auftragsbestand erreichte per Ende September 197 Mrd. Dollar.
GE Vernova übernimmt die Trench Group für 9 Milliarden Dollar.
In diesem Umfeld steigerte der Konkurrent von Siemens Energy den Umsatz im dritten Quartal im Jahresvergleich um rund ein Viertel auf 12,6 Milliarden US-Dollar (11,3 Mrd Euro) und damit noch deutlicher als von Analysten im Durchschnitt erwartet. Für das Gesamtjahr peilt GE Vernova laut Mitteilung vom Mittwoch nun Erlöse von 46,5 bis 47,5 Milliarden Dollar (Dollarkurs) an und damit am unteren und oberen Ende der Spanne je eine Milliarde mehr als bisher.
Vom Umsatz sollen nun 13,5 bis 14,5 Prozent als um Sondereffekte bereinigter Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) hängen bleiben, nachdem bisher 12 bis 14 Prozent im Plan gestanden hatten. GE Vernova hatte im Jahresverlauf schon einmal die Prognose erhöht.
Im dritten Quartal schnellte die operative Gewinnmarge von 8,1 Prozent vor einem Jahr auf 15,4 Prozent nach oben. Damit ergibt sich ein operatives Ergebnis von 1,94 Milliarden Dollar nach 811 Milliarden vor einem Jahr. Der Überschuss schwoll sogar auf fast das Dreifache an und erreichte knapp 1,3 Milliarden Dollar.
Und die Nachfrage bleibt stark. "Wir gehen nun davon aus, dass unser Auftragsbestand im vierten Quartal die Marke von 200 Milliarden Dollar überschreiten wird - bei gleichzeitig verbesserten Margen - und dass wir das Jahr 2026 mit vertraglich gesicherten Gasanlagen im Umfang von mindestens 130 Gigawatt abschließen werden", kommentierte Konzernchef Scott Strazik. Die Gewinnmargen verbesserten sich dabei aufgrund vorteilhafter Preise und einer disziplinierten Auftragsannahme sowie durch das Wachstum im Dienstleistungsgeschäft der Power-Sparte, also etwa rund um Gasturbinen, so Finanzchef Ken Parks. Per Ende September erreichte der Auftragsbestand bereits 197 Milliarden Dollar.
Mit der ebenfalls am Mittwoch angekündigten Übernahme der Trench Group für 9 Milliarden Dollar will GE Vernova das Geschäft mit Hochspannungsausrüstung für Stromnetze ausbauen. Die Transaktion soll spät im Jahr 2027 abgeschlossen sein.
Für die Aktien von GE Vernova ging es im frühen US-Handel um zwei Prozent abwärts. Damit knüpften sie nicht an ihre jüngste Erholung an, nachdem Anleger bei vielen KI-getriebenen Werten in den letzten Monaten immer wieder Kasse gemacht hatten. Vorausgegangen waren in vielen Fällen sehr hohe Kurssteigerungen. So hat sich der Wert der Aktien der General-Electric-Abspaltung GE Vernova seit deren Börsendebüt im Frühjahr 2024 vervielfacht./mis/nas/jha/he
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