Die vom Ifo-Institut befragten Unternehmen haben ihre aktuellen Geschäfte unverändert eingeschätzt. Die Erwartungen an die künftigen Geschäfte wurden dagegen deutlich schwächer bewertet. "Der Krieg im Iran beendet vorerst die Hoffnung auf einen Aufschwung", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest das Ergebnis der monatlichen Umfrage unter 9.000 Unternehmen.
Die Umfrage habe gezeigt, dass die Unsicherheit unter den Unternehmen spürbar zugenommen habe, sagte Fuest. Die schlechtere Stimmung zeige sich vor allem bei Industrieunternehmen, die viel Energie verbrauchen. Diese seien "am stärksten betroffen".
Auch im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima stark eingetrübt. Die Erwartungen sind "regelrecht eingebrochen", heißt es in der Mitteilung des Ifo-Instituts. Insbesondere im Tourismus und der Logistik haben sich demnach die Aussichten massiv verschlechtert.
Nach Einschätzung des Analysten Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg ist die Fortsetzung des verhaltenen Aufschwungs in der deutschen Industrie "erst einmal vom Tisch". Wie stark der Iran-Krieg die Konjunktur belasten wird, "hängt entscheidend von der weiteren Entwicklung im Nahen Osten ab", sagte Thomas Gitzel von der VP Bank. "Nur bei einem raschen Ende des Krieges und einem freien Warenfluss durch die Straße von Hormus blieben die wirtschaftlichen Blessuren überschaubar."/jkr/jsl/nas
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