Die ukrainische Flagge weht über dem Stadtbild von Kiew.
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ROUNDUP/IAEA-Sitzung: Warnung vor Atomunfall-Risiko in der Ukraine

WIEN (dpa-AFX) - Zwölf westliche Staaten warnen eindringlich vor der steigenden Gefahr eines nuklearen Unfalls in der Ukraine. Die täglichen russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur hätten nicht nur Millionen Ukrainer der Winterkälte ausgesetzt, kritisierten die Länder, darunter Deutschland, in einer Sondersitzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien. Überdies sei auch die Wahrscheinlichkeit eines Atomunfalls nahe an die Realität gerückt.

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Angriffe auf Umspannwerke und zunehmende Schäden am Elektrizitätsnetz gefährdeten die nukleare Sicherheit, hieß es von der Ländergruppe. Sie wies darauf hin, dass für den sicheren Betrieb von Atomkraftwerken eine verlässliche Stromversorgung notwendig sei.

Auch IAEA-Chef Rafael Grossi warnte in einer Rede, dass Schäden an Umspannwerken die nukleare Sicherheit untergraben. Russlands Vertreter bei der IAEA, Michail Uljanow, widersprach: "Das ist eine falsche Behauptung", sagte er. Die ukrainischen Kernkraftwerke könnten mit den russischen Angriffen auf Umspannwerke leicht fertigwerden, sagte er zu Journalisten.

Kernkraftwerke produzieren zwar selbst Energie, doch für die Kühlung des strahlenden Materials in den Anlagen wird externer Strom verwendet. Im Notfall werden Stromgeneratoren eingesetzt. Fallen die Kühlsysteme aus, droht im schlimmsten Fall eine Kernschmelze.

Ländergruppe warnt - USA nicht dabei

Die Gruppe hatte die Sitzung des IAEA-Gouverneursrates einberufen. Sie umfasst Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, Litauen, Luxemburg, die Niederlande, Portugal und Rumänien. Die Vereinigten Staaten schlossen sich dem Vorstoß nicht an.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt erklärt, dass er Kremlchef Wladimir Putin gebeten habe, wegen der enormen Kälte eine Woche lang auf Angriffe gegen Städte und Energieanlagen in der Ukraine zu verzichten.

Trump und Putin würden ernsthafte "Realpolitik" betreiben, meinte der russische Diplomat Uljanow in Wien. Die IAEA-Sondersitzung sei hingegen "ohne praktische Bedeutung"./al/DP/men

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