ROUNDUP: Gewerbeimmobilienkonzern Aroundtown verdient weniger - höhere Kosten

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Ein mehrstöckiges Gebäude (Symbolbild).
- pixabay.com

LUXEMBURG (dpa-AFX) - Der Gewerbeimmobilienspezialist Aroundtown hat im ersten Halbjahr höhere Finanzierungskosten zu spüren bekommen. Der operative Gewinn ging zurück, während die Mieteinnahmen auf dem Vorjahresniveau verharrten. Der Vorstand um Chef Barak Bar-Hen bestätigte dennoch die bereits im April angehobene Prognose für das Gesamtjahr. An der Börse legte die im MDax notierte Aktie nach der Zahlenvorlage am Mittwoch nur kurz bis zu 3,7 Prozent zu, bevor sie die Kursgewinne wieder komplett einbüßte.

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Im ersten Halbjahr sank das operative Ergebnis (FFO I) im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf 143,8 Millionen Euro, wie die Gesellschaft in Luxemburg mitteilte. Dabei belasteten höhere Zinsaufwendungen, die von zuvor 112,6 auf 142,3 Millionen Euro geklettert waren.

Unter dem Strich brach der Gewinn um mehr als 60 Prozent auf 218,1 Millionen Euro ein, auch weil mit 1,7 Millionen Euro kaum Bewertungsgewinne anfielen. Ein Jahr zuvor hatten diese noch gut 383 Millionen Euro betragen.

Derweil verharrten die Nettomieteinnahmen in den ersten sechs Monaten bei knapp 591 Millionen Euro, auf vergleichbarer Basis legten die Mieten aber um 2,7 Prozent zu. Vor allem Wohnungen und Hotels entwickelten sich stark, während Aroundtown im Bürogeschäft noch immer eine gedämpfte Nachfrage in Deutschland spürt.

Aroundtown hatte in den vergangenen Jahren unter den stark gestiegenen Zinsen und der Krise am europäischen Immobilienmarkt gelitten. Wie andere Branchenvertreter musste der Konzern hohe Abwertungen auf Immobilien hinnehmen. Seitdem arbeitet das Unternehmen an einer Stabilisierung der Bilanz, verkauft Immobilien und kauft eigene Aktien zurück. Seit dem Jahresbeginn seien Immobilienverkäufe im Wert von 390 Millionen Euro unterzeichnet worden, hieß es.

Werte aus dem Artikel:
Aroundtown Aktie 1,48 € +0,48%

Im ersten Halbjahr veräußerte Aroundtown nach eigenen Angaben Objekte im Wert von 350 Millionen Euro leicht unter dem Buchwert. Zum Verkauf stehen noch weitere Immobilien im Wert von etwa 400 Millionen Euro. Im Gegenzug erwarb das Unternehmen Immobilien im Wert von rund 140 Millionen Euro in Deutschland und in der britischen Hauptstadt London.

Darüber hinaus stärkte Aroundtown seine Beteiligung am Wohnimmobilienunternehmen Grand City Properties (GCP) zuletzt deutlich. Der Anteil wurde von zuvor 62,5 auf 84 Prozent erhöht. Damit setzt der Konzern stärker auf das vergleichsweise stabilere Wohnimmobiliengeschäft.

Im Zuge der Anteilsaufstockung hatte Aroundtown seinerzeit auch die Prognose für den operativen Gewinn angehoben - dieses Ziel gilt auch nach dem ersten Halbjahr: Angepeilt ist somit weiterhin ein operatives Ergebnis von 275 bis 305 Millionen Euro nach 288 Millionen vor einem Jahr.

Ihr Programm zum Erwerb eigener Aktien hatte die Immobiliengesellschaft Ende Januar gestartet. Dieses sei im Berichtszeitraum bereits weitestgehend abgeschlossen, hieß es nun. Bis Jahresende sollten Papiere mit einem Volumen von bis zu 250 Millionen Euro zurückgekauft werden. Der Konzern erwarb eigene Anteile zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von 2,54 Euro je Aktie - und damit deutlich unter Buchwert, wie Aroundtown hervorhob./mne/tav/stk


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