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ROUNDUP: Gespräche zwischen Israel und Libanon beginnen

WASHINGTON (dpa-AFX) - Zum ersten Mal seit Jahrzehnten sind israelische und libanesische Vertreter zu direkten Gesprächen auf politischer Ebene zusammengekommen. Auf Bildern aus Washington zum Auftakt des Treffens war US-Außenminister Marco Rubio an der Seite der libanesischen Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, und dem israelischen Vertreter in Washington, Jechiel Leiter, zu sehen. Laut libanesischen Regierungskreisen soll das Treffen rund eine Stunde dauern.

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Jerusalem, Israel
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Rubio: Prozess wird Zeit in Anspruch nehmen

Rubio sprach vor dem Sprechen von einer "historischen Chance" und einem "einzigartigen Moment". Das Treffen gehe über die Frage einer Waffenruhe hinaus. "Es geht darum, 20 oder 30 Jahre des Einflusses der Hisbollah in diesem Teil der Welt dauerhaft zu beenden", sagte er.

All die komplexen Aspekte dieser Angelegenheit würden sich nicht in den nächsten sechs Stunden lösen lassen, so Rubio. Vielmehr gehe es darum, schrittweise einen Rahmen für nachhaltige Fortschritte zu schaffen. Die Initiative sei daher als Beginn eines umfassenden diplomatischen Prozesses zu sehen, der Zeit in Anspruch nehmen werde.

Hisbollah lehnt Israels Forderungen ab

Offiziell sind die beiden Nachbarstaaten im Kriegszustand. Bei den Gesprächen handelt es sich um die ersten direkten politischen Gespräche seit 1983. Israel strebt nach Worten des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon an. Er fordert zudem eine Entwaffnung der libanesischen Hisbollah-Miliz, die mit dem Iran verbündet ist.

Die Schiitenmiliz lehnt dies jedoch ab. Sie rief die Regierung in Beirut dazu auf, die Gespräche abzusagen. Zum Auftakt des Treffens feuerte sie nach eigenen Angaben Raketensalven in Richtung in Israel. Israels Armee warnte am Abend, dass es möglich sei, dass sich der Beschuss der Hisbollah auf Nordisrael ausweite.

Die libanesische Regierung will vor allem zunächst eine Waffenruhe durchsetzen und fordert einen Abzug der israelischen Truppen aus dem Süden des Libanons erreichen.

Seit Beginn des jüngsten Iran-Kriegs war auch der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah wieder aufgeflammt. Die libanesische Führung hatte sich 2024 zu einer Entwaffnung der Hisbollah verpflichtet. Dies ist aber bislang nicht gelungen, auch weil die libanesische Armee als deutlich unterlegen gegenüber der mächtigen Schiitenmiliz gilt./arj/DP/jha

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