dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 339

ROUNDUP/Gerresheimer: Abschluss 2025 wohl erst im Juni - SDax-Rausschmiss droht

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der mit Bilanzierungsfehlern ringende Verpackungsspezialist Gerresheimer muss wegen der Verschiebung der Vorlage des Geschäftsberichts 2025 voraussichtlich den Nebenwerteindex SDax verlassen. Laut Abstimmung mit dem Abschlussprüfer dürfte der testierte Jahres- und der Konzernabschluss erst nach dem 31. März veröffentlicht werden, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit. Bereits vor einigen Wochen hatte Gerresheimer dem eigentlich für Ende Februar geplanten Veröffentlichungsdatum eine Absage erteilt. An der Börse kam dies nicht gut an. Die Aktie sackte im frühen Mittwochhandel um bis zu 18 Prozent ab, dämmte aber anschließend die Kursverluste etwas ein. Zuletzt verlor das Papier noch fast zehn Prozent.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Gerresheimer AG 21,32 € Gerresheimer AG Chart +0,85%
Zugehörige Wertpapiere:

Die Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses 2025 verzögere sich, hieß es weiter. Die Untersuchungen der Geschäftsvorgänge 2024 und 2025 durch eine zweite externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie die Aufbereitung für die Abschlussprüfung erforderlichen Unterlagen dauerten länger als erwartet. Angestrebt werde nun eine Veröffentlichung im Juni. Mit dieser Verzögerung verstoße Gerresheimer gegen die Index-Regeln der Deutschen Börse und müsste daher voraussichtlich den Nebenwerte-Index SDax verlassen.

Die eigentlich für den 3. Juni geplante Hauptversammlung muss auch verschoben werden. Und auch die Zahlen für das erste Geschäftsquartal müssen auf einen Termin nach dem bisher geplanten 16. April verlegt werden. Das Management will deshalb mit den Kreditgebern sprechen, um eine Verlängerung der in den Finanzierungsverträgen festgelegten Vorlagepflichten des Jahresabschlusses zu vereinbaren.

Zum Hintergrund: Gerresheimer hatte im Februar mitgeteilt, aufgrund interner Hinweise in Abstimmung mit dem Abschlussprüfer weitere Untersuchungen durch eine zweite Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur Erfassung von Umsatzerlösen und Bilanzierung in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 beauftragt zu haben. Zudem hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitgeteilt, eine bereits laufende Prüfung zu erweitern und eine weitere Prüfung einzuleiten.

Nach bisherigen Erkenntnissen hätten einzelne Mitarbeitende gegen interne Richtlinien und Bilanzierungsvorschriften verstoßen, hatte es in diesem Zusammenhang geheißen. Die daraus resultierenden Korrekturen im Konzernabschluss betreffen demnach im Wesentlichen die Erfassung von Umsatzerlösen sowie die Bilanzierung und Bewertung von Vorräten./mis/mne/stk

Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend