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ROUNDUP: Evotec beschafft sich frisches Geld für Umbau - Aktie unter Druck

HAMBURG (dpa-AFX) - Der Wirkstoffforscher Evotec hat sich zur Finanzierung seines weiteren Umbaus frisches Geld beschafft. Das Unternehmen platzierte am Dienstagabend Wandelanleihen im Volumen von 116 Millionen Euro. Damit traf das Vorhaben womöglich bei den Investoren auf etwas weniger Interesse als erhofft, denn angepeilt hatten die Hanseaten zuvor ein Volumen von etwa 125 Millionen Euro. Am Mittwoch belastete die Platzierung den Aktienkurs deutlich.

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Die Anteilsscheine sackten am Nachmittag zuletzt um gut 8 Prozent auf 4,55 Euro ab, zeitweise war es mit noch größeren Abschlägen auf ein Tief seit Mitte April zurückgegangen. Evotec waren damit einer der größten Verlierer im SDax , dem Index der kleineren Unternehmenswerte. Seit Jahresbeginn hat die Aktie bereits fast 17 Prozent nachgegeben, fast 40 Prozent Abschlag sind es gar binnen zwölf Monaten.

Evotec teilte am Dienstagabend mit, dass die neuen Anleihen sieben Jahre laufen und mit jährlich 2,625 Prozent verzinst werden. Der Zinssatz liegt damit in der Mitte der zuvor angepeilten Spanne.

Die Schuldverschreibungen können später in Aktien umgewandelt werden. Der zunächst festgelegte Wandlungspreis liegt den Angaben zufolge bei 6,5313 Euro je Aktie. Weil Anleger am Ende der Laufzeit zusätzlich aufgelaufene Zinsen zurückerhalten, ergebe sich effektiv ein höherer Wandlungspreis von etwa 7,1844 Euro bei Fälligkeit der Anleihe.

Außerdem wurden bestehende Evotec-Aktien platziert. Dabei handelt es sich um den Verkauf von Papieren für Investoren, die sich im Rahmen der Platzierung absichern wollen.

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Finanzieren will der Konzern mit den Einnahmen sein sogenanntes "Project Horizon". Das neue Umbauprogramm hatte Evotec-Chef Christian Wojczewski im März angekündigt. Damit wollen die Hamburger ihr Betriebsmodell grundlegend neu ausrichten. So sollen Kernkompetenzen in sogenannten "Exzellenzzentren" gebündelt werden. Im Gegenzug schrumpft die Zahl der Standorte weiter auf dann zehn.

Hierzu macht Evotec die Tore in München, Abingdon in Großbritannien, Lyon in Frankreich sowie in Framingham in den USA dicht. Dadurch sollen bis zu 800 Stellen wegfallen. Das gesamte Programm soll bis Ende 2027 nachhaltige Einsparungen von rund 75 Millionen Euro bringen.

Evotec war nach einem Boom in der Corona-Pandemie in die roten Zahlen geschlittert. Mit dem Umbau will der seit Juli 2024 amtierende Wojczewski das Unternehmen wieder in die Spur bringen. Den jetzt verkündeten Sparmaßnahmen waren bereits umfassende Umstrukturierungen inklusive Schließungen und Stellenstreichungen vorausgegangen. Auch das Portfolio dünnte Evotec aus./tav/lew/stk

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