- Industrie-Stimmung in der Eurozone erreicht Tiefstand.
- Einkaufsmanagerindex fiel auf 48,8 Punkte im Dezember.
- In Deutschland fiel der Index unter 50, in Frankreich stieg er.
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Zudem wurde die erste Schätzung für die Stimmung in den Industriebetrieben nach unten revidiert, nachdem zunächst ein Wert von 49,2 Punkte gemeldet worden war. Analysten hatten im Schnitt eine Bestätigung der ersten Erhebung erwartet. Der Stimmungsindikator rutschte mit dem Dämpfer weiter unter die Schwelle von 50 Punkten, was auf ein Schrumpfen der wirtschaftlichen Aktivität hindeutet.
In Deutschland und Frankreich, den größten Volkswirtschaften der Eurozone, zeigte sich eine unterschiedliche Entwicklung. Während der Indexwert in Deutschland tiefer unter die Expansionsschwelle rutschte und eine erste Schätzung für die Dezember-Stimmung nach unten revidiert wurde, war die Stimmung in Frankreichs Industriebetrieben deutlich besser. Hier stieg der Indexwerte wieder über die Wachstumsschwelle.
Negative Überraschungen zeigten sich jeweils in Italien und Spanien. In Italien fiel der Indexwert unter die Wachstumsschwelle, ebenso in Spanien, der viertgrößten Euro-Volkswirtschaft nach Italien. In den beiden Ländern werden keine Erstschätzung durchgeführt.
"Die Nachfrage nach Industrieprodukte aus der Eurozone trübt sich erneut ein", kommentierte Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank. Deutliche Hinweise hierfür seien "markant weniger Aufträge, sinkende Auftragsbestände und ein fortgesetzter Lagerabbau". Es sei nicht verwunderlich, dass die Firmen in diesem Umfeld ihr Personal weiter abbauen.
Die Daten im Überblick:
Region/Index Dezember Prognose Vorläufig Vormonat
EURORAUM
Industrie 48,8 49,2 49,2 49,6
DEUTSCHLAND
Industrie 47,0 47,7 47,7 48,2
FRANKREICH
Industrie 50,7 50,6 50,6 47,8
ITALIEN
Industrie 47,9 50,1 --- 50,6
SPANIEN
Industrie 49,6 51,2 --- 51,5
(in Punkten)°
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