ROUNDUP/Dürre und Futtermangel: Bauern geben Tiere zum Schlachter

dpa-AFX  | 
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Bodenerosion aufgrund von Dürre (Symbolbild).
- pixabay.com

STUTTGART/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die anhaltende Hitze und Trockenheit lassen in Baden-Württemberg und Bayern die Futterbestände drastisch einbrechen und zwingen Landwirte, Tiere früher als geplant schlachten zu lassen. Auch in Hessen wird das Tierfutter knapp.

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Zu wenig Futter

Nach Angaben des Landesbauernverbands Baden-Württemberg stehen den Landwirten aktuell 30 bis 40 Prozent weniger Futter zur Verfügung als sonst um diese Zeit. Auf den vertrockneten Wiesen wachse kaum neue Biomasse nach. Für Betriebe, die auf Gras und Heu angewiesen seien, fehlten damit wichtige Reserven für die kommenden Wochen.

In Bayern seien insbesondere Franken, Niederbayern und die Oberpfalz betroffen, heißt es vom dortigen Bauernverband. Als Gegenmaßnahme hat das Landwirtschaftsministerium nun nach eigenen Angaben zusätzliche Flächen zur Futtergewinnung freigegeben. Insgesamt sei die Situation sehr belastend, heißt es vom Bauernverband.

Auch in Hessen wird das Futter knapp, wie der Hessische Bauernverband mitteilte. "Gerade Grünlandbestände reagieren unmittelbar auf anhaltende Trockenheit: Wenn Niederschläge ausbleiben oder regional sehr ungleich verteilt sind, wächst Gras deutlich schlechter nach, Weiden trocknen aus und die Futtergrundlage für die Tiere wird knapp."

Tiere müssen zum Teil früher als geplant geschlachtet werden

"Wenn es in den kommenden Wochen regnet, könnte sich die Lage für Grünland und Ackerfutter wieder entspannen. Wenn die Trockenheit aber anhält, werden Schlachtungen sicherlich im Herbst ein Thema.", teilte der Bauernverband im Freistaat mit. Schon jetzt zeichne sich ein im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöhtes Aufkommen von Schlachtrindern ab.

Das bayerische Landwirtschaftsministerium erklärt auf Nachfrage, dass sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht belastbar abschätzen ließe, ob und in welchem Umfang die derzeitige Futtersituation oder andere Einflüsse wie niedrige Milchpreise Auswirkungen auf die Tierbestände in Bayern hätten.

Auch in Baden-Württemberg würden in mehreren Regionen Tiere aufgrund der angespannten Futtersituation frühzeitig zur Schlachtung gegeben, sagte Dominik Modrzejewski vom dortigen Bauernverband. In Schwäbisch Hall und Umgebung gibt es laut Verband bereits Wartelisten bei Schlachthöfen./laf/ruc/mov/csc/DP/jha



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