- Nemetschek erzielte im 3. Quartal 371 Millionen Euro Umsatz.
- Die Aktie fiel um fast 6 Prozent auf 71,35 Euro.
- Der Gewinn sank um 16 Prozent auf 46,6 Millionen Euro.
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Das Papier verlor nach Handelsstart deutlich, grenzte die Verlust dann aber etwas ein. Zuletzt waren es bei einem Kurs von 71,35 Euro noch minus 5,8 Prozent. Seit Jahresbeginn steht damit nun ein Minus von fast einem Viertel zu Buche. In den vergangenen Wochen hatte sich der Kurs von seinen Zwischentiefs im Oktober unter 60 Euro wieder spürbar erholt. Mitte des Jahres war die Aktie teils gar für etwas mehr als 50 Euro zu haben.
Analyst Charles Brennan von der US-Investmentbank Jefferies sprach von einem komplizierten Zahlenwerk nach der Übernahme von HCSS. Darauf, dass die Entwicklung aus eigener Kraft im dritten Quartal enttäuschend verlaufen sei, könnten sich aber wohl die meisten einigen. Investoren hätten in dieser Berichtssaison so einige durchwachsene Resultate verziehen - Nemetschek dürfte jedoch nicht so viel Glück haben.
JPMorgan-Experte Joseph George stieß ins gleiche Horn. Umsatz und operatives Ergebnis hätten insgesamt teils sogar etwas besser gelegen als in dem vom Unternehmen zusammengetragenen Stimmungsbild unter Analysten. Beim organischen Wachstum sei aber gut ein Prozentpunkt mehr erwartet worden. Er selbst sei da vorsichtiger gewesen. Die jüngst gut gelaufene Aktie dürfte das Abschneiden belasten.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte um knapp 22 Prozent auf 115,9 Millionen Euro zu. Die entsprechende Marge fiel von 32,5 auf 31,2 Prozent. Wegen des Zukaufs hatte Nemetschek bereits auf eine Verwässerung hingewiesen - aus eigener Kraft hätte die Profitabilität den Angaben zufolge zugelegt. Unter dem Strich fiel der Gewinn um knapp 16 Prozent auf 46,6 Millionen Euro. Konzernchef Yves Padrines bestätigte die Jahresprognose.
Der US-Zukauf Heavy Construction Systems Specialists (HCSS) ist die bisher größte Übernahme der Münchener. Padrines will damit das Angebot im Infrastruktur- und Tiefbausektor ausbauen und damit auch vom Bauboom bei Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) profitieren. HCSS ist seit Anfang Juli Teil der Build-Sparte von Nemetschek, in der das Unternehmen seine Geschäfte rund um den Bau bündelt. Im Gegenzug für den Kauf übernahm die auf Software-Investments spezialisierte Private-Equity-Gesellschaft Thoma Bravo einen Minderheitsanteil von 28 Prozent an der Sparte. Laut Informationen von Bloomberg lag die Bewertung von HCSS bei dem Geschäft bei über 2 Milliarden Euro./men/mne/mis
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