ROUNDUP 2: Unternehmer Klaus-Michael Kühne ist tot

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Ein Mann liest Wirtschaftsnachrichten (Symbolbild).
- pixabay.com

SCHINDELLEGI/HAMBURG (dpa-AFX) - Der Unternehmer und Mäzen Klaus-Michael Kühne ist tot. Er starb in der Nacht zum Montag im Alter von 89 Jahren in der Schweiz, wie das Unternehmen Kühne+Nagel mitteilte. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

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Der in Hamburg geborene Kühne leitete über Jahrzehnte den Transport- und Logistikkonzern Kühne+Nagel, den er von seinem Vater übernommen hatte. Er baute das mittelständische Familienunternehmen zu einem Weltkonzern mit mehr als 1.300 Niederlassungen in knapp 100 Ländern und rund 88.000 Mitarbeitern aus.

Vor fast 70 Jahren in Familienunternehmen eingetreten

"Mit dem Tod von Klaus-Michael ist ein Visionär, ein großer Unternehmer und eine eindrucksvolle Persönlichkeit von uns gegangen. Unsere Gedanken sind bei seiner Witwe Christine Kühne", sagte Jörg Wolle, Präsident des Verwaltungsrats der Kühne+Nagel International AG, laut Mitteilung.

Klaus-Michael Kühne trat nach Unternehmensangaben 1958 in das Familienunternehmen Kühne+Nagel ein und wurde 1966 Vorstandsvorsitzender der Kühne+Nagel Speditions-Aktiengesellschaft. Ab 1975 fungierte er als Chief Executive Officer der Kühne+Nagel International AG und von 1992 bis 2011 als dessen Verwaltungsratspräsident. Seit 2011 bekleidete er das Amt des Ehrenpräsidenten des Verwaltungsrats.

Werte aus dem Artikel:
Brenntag Aktie 60,34 € +1,96%
Hapag-Lloyd Aktie 136,80 € +0,29%
Kühne+Nagel Aktie 231,20 CHF +2,85%
Lufthansa Aktie 7,946 € +3,52%

Viel Engagement für Heimatstadt

Dazu engagierte sich Kühne mit rund einer Milliarde Euro bei Hapag-Lloyd (Hapag-Lloyd Aktie) und trug maßgeblich dazu bei, dass die Traditionsreederei in Hamburg bleiben konnte. Zuletzt profitierte er dabei von gigantischen Dividenden infolge der massiv gestiegenen Frachtraten während der Corona-Pandemie. Zudem war Kühne Großaktionär bei der Lufthansa , und seine Holding hält Anteile an dem Chemielogistiker Brenntag (Brenntag Aktie) , dem Bahn- und Busunternehmen Flix und dem Hamburger Fußballverein HSV.

Der kinderlos gebliebene Kühne unterstützt über Stiftungen das Kulturleben in Hamburg, hat Millionen für die Elbphilharmonie gegeben und eine Logistik-Hochschule in der Hansestadt gegründet. Viel öffentliche Aufmerksamkeit fand auch sein Engagement beim Fußball-Bundesligisten HSV. In seinen späten Jahren ließ Kühne das Luxus-Hotel "The Fontenay" in Hamburg bauen./klm/DP/stw


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