ROUNDUP 2: Tarifstreit Metallindustrie: Arbeitgeber legen Angebot vor

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DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Im Tarifstreit der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie haben die Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vorgelegt. Es sieht zunächst eine Einmalzahlung im Juli 2027 in Höhe von einem Prozent eines Jahresgehalts vor. Im Juli 2028 sollen die Löhne und Gehälter dann um 1,3 Prozent steigen. Die Laufzeit soll 26 Monate betragen, wie der Arbeitgeberverband Metall NRW in Düsseldorf berichtete. Die IG Metall war unter anderem mit einer Forderung nach fünf Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von 12 Monaten in die Verhandlungen gegangen.

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Das Angebot ist mit allen Arbeitgeberverbänden der deutschen Metall- und Elektroindustrie bundesweit abgestimmt. Es sei der aufrichtige Versuch, in einer extrem schwierigen Tarifrunde "Hinweise" für ein tragfähiges Ergebnis zu geben.

Es sei angesichts der längsten und schwersten strukturellen Krise des Industriezweigs ein "Zeichen der Bereitschaft der Arbeitgeber zu einer schnellen und konstruktiven Lösungsfindung", erklärte der Verhandlungsführer der Metall-Arbeitgeber, Arndt G. Kirchhoff, laut der Mitteilung. Es sei auch ein Versuch, dem "so gut wie nicht vorhandenen" Verteilungsspielraum gerecht zu werden.

Die Forderung der IG Metall löse bei den Unternehmen weiterhin großes Unverständnis aus und gehe an den wirtschaftlichen Realitäten völlig vorbei, so Kirchhoff weiter. "Die sehr hohe Gewerkschaftsforderung trifft die Betriebe zu einer Zeit, in der sie eher Kostenentlastungen statt Kostensteigerungen benötigen." Die Tarifrunde 2026 sei auch eine entscheidende für die Akzeptanz des Flächentarifvertrages, betonte er.

Branche beschäftigt 640.000 Menschen in NRW

Die Tarifverhandlungen für die bundesweit gut 3,7 Millionen Beschäftigten in der größten deutschen Industriebranche hatten vor knapp drei Wochen mit Verhandlungen in den Bezirken NRW und Baden-Württemberg begonnen. In NRW sind rund 640.000 Menschen in der Branche beschäftigt. Auch in mehreren anderen Tarifbezirken gab es am Dienstag zweite Verhandlungsrunden. Die Friedenspflicht endet mit Ablauf des 31. Oktobers. Ab dann sind Warnstreiks möglich./tob/DP/jha



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