ROUNDUP 2: Frankreich verstärkt Grenzkontrollen wegen Ceuta-Andrang

dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 222
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen

(Neu: X-Post Macron und Details zur Verstärkung laut Innenminister (1. und 2. Abs.))

Für dich zusammengefasst:
Hinweis

PARIS (dpa-AFX) - Frankreich verschärft wegen des Andrangs von Migranten in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta seine Kontrollen an der Grenze zu Spanien. Angesichts der Lage in Ceuta habe Präsident Emmanuel Macron den Innenminister zu verstärkten Kontrollen an der spanischen Grenze aufgefordert, teilte der Élysée-Palast in Paris mit. Frankreich berate sich mit den spanischen und marokkanischen Behörden zu der Lage. Macron schrieb auf der Plattform X, er habe dem spanischen Ministerpräsidenten jede notwendige Hilfe angeboten und Solidarität bekundet.

Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez teilte mit, er habe bereits am Donnerstagabend Anweisungen erteilt, die Kontrollen an der spanischen Grenze unverzüglich zu verstärken. Außerdem werde die schnelle Eingreiftruppe der Grenzschutzbehörde für Kontrollen auch im Hinterland eingesetzt. Die bislang an der Grenze zu Italien zur Kontrolle der Migration eingesetzte Einheit besteht aus Kräften der Polizei, Gendarmerie, des Zolls sowie aus Soldaten der Anti-Terror-Gruppe Sentinelle. Zur Verstärkung würden am Freitag 184 Polizisten mobilisiert, ab Samstag steige die Zahl auf 334 Polizisten und Gendarmen, so Nuñez. Außerdem würden drei Flugzeuge zur Luftüberwachung sowie Drohnen eingesetzt und Patrouillen in den Zügen auf der französisch-spanischen Bahnstrecke verstärkt.

Frankreich kontrolliert Grenzen seit 2015

Frankreich hatte Kontrollen an seinen Grenzen nach den islamistischen Anschlägen 2015 aus Terrorschutzgründen eingeführt und die jeweils für sechs Monate möglichen Kontrollen immer wieder verlängert. In der letzten Mitteilung an die EU-Kommission begründete Frankreich die Verlängerung der Kontrollen mit der Terrorgefahr, einer Zunahme antisemitischer Angriffe sowie Schleuserkriminalität.

In Ceuta ist die Lage weiter angespannt. In den vergangenen Tagen haben Zehntausende Menschen die Exklave von Marokko aus überwiegend schwimmend erreicht.

Obwohl Marokko 1956 die Unabhängigkeit von Frankreich und Spanien erlangte, hat Spanien dort weiterhin zwei Exklaven, Ceuta und Melilla. In der Nähe beider Gebiete warten oft Tausende Menschen - vorwiegend aus Ländern südlich der Sahara - auf eine Gelegenheit, in das Gebiet zu gelangen, das zur EU, aber nicht zum Schengenraum gehört./evs/DP/mis



Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend