Boom um Künstliche Intelligenz stützt
Mit dem Anstieg der Neugründungen in Deutschland erholt sich die Gründerbranche weiter von ihrer Krise nach dem Ende des Corona-Booms. Wurden 2021 noch fast 3.200 neue Start-ups gegründet, fiel die Zahl 2023 auf knapp 2.500. Damals hielten sich viele Investoren wegen gestiegener Zinsen und Konjunktursorgen zurück. Einige Jungfirmen gerieten in Geldnot und strichen Jobs, die Zahl der Insolvenzen wuchs. Seit zwei Jahren steigt die Zahl der Gründungen wieder. Auch bei den Geldern für Start-ups zeigt der Trend nach oben, wie jüngst Zahlen der KfW zeigten.
Die meisten Start-ups entstanden zuletzt erneut im Software-Bereich, angetrieben vom Boom um Künstliche Intelligenz (KI). So würden etwa industrielle Lösungen wie KI-Gestützte Automatisierung an Bedeutung gewinnen, so der Startup-Verband. Aber auch im lange schwächelnden Online-Handel gehe es wieder bergauf.
München und Berlin fast gleichauf
Während die meisten Start-ups in Bayern (343), Nordrhein-Westfalen (281) und Berlin (248) gegründet wurden, landen im Städteranking forschungsnahe Standorte weit vorn. Gerechnet pro 100.000 Einwohnern wurden in München am meisten neue Start-ups binnen zwölf Monaten gegründet (13,5), gefolgt von Heidelberg (13,4) und Berlin (13,2). Gut schneiden auch die Universitätsstädte Darmstadt (11,5) und Aachen (9,1) ab. Im Umfeld vom Hochschulen entstehen immer wieder erfolgreiche Start-ups, zugleich gibt es immer mehr Lehrstühle für Unternehmertum.
Neben den Hotspots Berlin und München seien kleinere forschungsnahe Standorte "die neuen Lokomotiven des Startup-Ökosystems", schrieb der Startup-Verband. Die Gründerbranche seit dadurch breiter aufgestellt, allerdings müssten Brücken zwischen beiden Welten geschlagen werden./als/DP/zb
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