Deutschland rüstet auf - das verschiebt auch das politische Verantwortungsgefüge. Waren die Wehrbeauftragten früher eher eine Art guter Onkel oder fürsorgende Tante, ist eine indirekte Beförderung zu verzeichnen. Der frisch vereidigte Inhaber des Postens, Christdemokrat Henning Otte, tritt von Anfang an sehr forsch auf. Sein Kernanliegen ist, die Personalstärke der Bundeswehr für deren künftige Aufgaben zu sichern. Und Otte hat klar gemacht, dass er dieses Ziel auf freiwilliger Basis für kaum erreichbar hält. Verteidigungsminister Boris Pistorius dürften halbgare Bekenntnisse wie diese nerven. Er hat bereits eine Erhöhung der Personalstärke um 60.000 Soldaten genannt. Die Pflicht stellt Pistorius aber nicht nach vorn. Fatal wäre es, wenn der Wehrbeauftragte den Minister vor sich her treiben würde, um sich selbst zu profilieren. Motivierte Anwärter für einen verpflichtenden Wehrdienst können sich schließlich beide nicht backen./yyzz/DP/zb
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