"Mit Papst Leo XIV. stellt sich kein militärischer, sondern ein moralischer Gegner dem US-Präsidenten entgegen - und genau darin liegt Trumps Problem. Gegen Waffen lässt sich aufrüsten, gegen Argumente agitieren. Gegen moralische Autorität aber gibt es kein wirksames Gegenmittel. Leo XIV. greift Trump nicht mit Macht an, sondern mit Maßstäben: Evangelium, Gewissen, Menschenwürde. Damit trifft er den Präsidenten an seinem empfindlichsten Punkt, der Selbstinszenierung als Stärke. Wer sich selbst vergöttlicht, verträgt keine Instanz, die erinnert, dass Macht rechtfertigungspflichtig ist. Für Trump wird das umso gefährlicher, weil der Papst gerade konservative Katholiken erreicht, also ein Milieu, das für den US-Präsidenten politisch wichtig ist. Leo XIV. stellt nicht die Frage, wer lauter, härter oder stärker ist. Er stellt die Frage, wer im Recht ist. Und genau diese Frage kann Trump nicht gewinnen, nur übertönen."/yyzz/DP/stw
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