Heimliche Siegerin des Wahltags ist Manuela Schwesig, die nach dem Schock von Sachsen-Anhalt zeigte, dass man einen Durchmarsch der AfD verhindern und die Staatskanzlei verteidigen kann. (...) Die SPD sollte allerdings der Versuchung widerstehen, in Schwesig gleich die Heilsbringerin zu sehen, die anstelle von Bärbel Bas und/oder Lars Klingbeil auch die Bundespartei führen sollte. Der Handlungsfähigkeit der Bundesregierung wäre damit der gleiche Bärendienst erwiesen wie mit einem Kanzlertausch. Schwesig war die erste, die einen Torpedo auf das Herzstück der Rentenreform feuerte: die Abschaffung der sogenannten Rente mit 63. Die Ministerpräsidentin gilt an der Parteibasis auch deswegen als Hoffnungsträgerin, weil man ihr die Härte zutraut, dem vereinbarten Reformpaket noch Substanz zu nehmen. Die SPD wäre gut beraten, das Ergebnis im Nordosten für die Gesamtpartei zu verbuchen. Im Interesse des Landes./yyzz/DP/zb
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