"Der Kanzler weiß um seinen bevorstehenden Drahtseilakt. Und so gab er sich bereits im Vorfeld seiner Washington-Reise redlich Mühe, den Kriegsherrn im Weißen Haus milde zu stimmen. Merz zeigte auffälliges Verständnis für die Angriffe gegen den Iran, er verwies vor allem auf die Verbrechen des iranischen Regimes (.) und versuchte (.), sich einer völkerrechtlichen Bewertung des Angriffs zu entziehen. Allein das ist alles andere als trivial. Denn dem Völkerrecht droht bekanntlich die Marginalisierung nicht durch den Bruch an sich, sondern vielmehr durch eine gleichgültige Haltung und ausbleibende Konsequenzen im Angesicht des Verstoßes. Es sei jetzt "nicht der Moment, unsere Partner und Verbündeten zu belehren", sagt der Kanzler. Das allerdings ist nichts Geringeres als ein völkerrechtlicher Offenbarungseid, und mögen die Spindoktoren im Kanzleramt das noch so sehr als pragmatische Realpolitik verkaufen wollen."/DP/jha
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.