POMoskau bestellt britischen und französischen Botschafter ein
MOSKAU (dpa-AFX) - Das russische Außenministerium hat nach einem ukrainischen Angriff auf die russische Stadt Brjansk schwere Vorwürfe gegen Großbritannien und Frankreich erhoben und deren Botschafter einbestellt. Für Moskau sei es offensichtlich, dass die Attacke nicht ohne die Beteiligung britischer und französischer Spezialisten und die Weitergabe von Geheimdienstinformationen an Kiew organisiert worden sein könne, teilte das Außenministerium in Moskau mit.
Bei dem ukrainischen Angriff am Dienstag waren nach offiziellen russischen Angaben 7 Menschen in der Region Brjansk getötet und mehr als 40 weitere verletzt worden. Laut Kiew galt der Beschuss einer Fabrik, die wichtige Bestandteile für russische Waffen herstellt. Eingesetzt worden seien dabei Marschflugkörper des britischen Typs Storm Shadow, teilte der Generalstab in Kiew mit. Moskau warf London anschließend eine Beteiligung an der Aktion vor.
Das Außenministerium verwies bei der Einberufung der Botschafter nun auf das Konsortium MBDA mit Hauptsitz in Frankreich als Hersteller der Marschflugkörper. Bei weiteren Vorfällen dieser Art trügen London und Paris die Verantwortung für die Eskalation des Konflikts, heißt es in der Pressemitteilung der Behörde. Enthalten ist auch eine Forderung an beide Länder, den ukrainischen Angriff als Terroranschlag zu verurteilen.
Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg, der auch immer wieder Opfer unter der Zivilbevölkerung fordert. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift die Ukraine ihrerseits auch Ziele in Russland an./ksr/DP/men
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