01.04.2026 / 17:36 CET/CEST
Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service
der EQS Group.
Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.
Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung
oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.
Einstufung von Montega AG zu Knaus Tabbert AG
Unternehmen: Knaus Tabbert AG
ISIN: DE000A2YN504
Anlass der Studie: Update
Empfehlung: Kaufen
seit: 01.04.2026
Kursziel: 23,00 EUR (zuvor: 28,00 EUR)
Kursziel auf Sicht von: 12 Monaten
Letzte Ratingänderung: -
Analyst: Ingo Schmidt, CIIA; Tim Kruse, CFA
Geschäftsjahr 2025 durch operative Zäsur geprägt - Fokus auf Profitabilität
in 2026
Knaus Tabbert hat am 31. März den Geschäftsbericht 2025 veröffentlicht und
zugleich einen quantitativen Ausblick auf das Jahr 2026 gegeben.
[Tabelle]
Operativer 'Reset' in 2025 vollzogen - Fiat-Engpässe belasten Q4: Knaus
Tabbert hat mit der Vorlage des Geschäftsberichts 2025 den im November
eingeleiteten Kurs der operativen Neuausrichtung untermauert. Mit einem
Konzernumsatz von 1.002,1 Mio. EUR wurde die konkretisierte Guidance
punktgenau erreicht, wenngleich dies einen Rückgang von 7,4% gegenüber dem
Vorjahr bedeutet. Die bereinigte EBITDA-Marge lag mit 2,7% unter dem zuvor
avisierten Zielkorridor, was die massiven Herausforderungen im Marktumfeld
widerspiegelt. Insbesondere Q4 war von einer deutlichen Underperformance
geprägt, da erneute Engpässe bei Fiat-Chassis die Produktionsplanung und den
Produktmix empfindlich störten. Die Belastungen durch Chassis-Engpässe
unterstreichen die Notwendigkeit der geplanten Komplexitätsreduktion. Durch
die Konzentration auf künftig nur noch vier Chassis-Lieferanten strebt das
Management eine deutliche Prozessoptimierung in der Beschaffung und
Fertigung an, um die hohe Abhängigkeit von einzelnen, komplexen
Logistikketten zu reduzieren.
Differenzierte Segmententwicklung - Starker Cashflow stützt Bilanz:
Segmentseitig zeigte sich im abgelaufenen Jahr ein differenziertes Bild.
Während das Premiumsegment durch den hohen Lagerdruck im Handel und eine
bewusste Produktionsdrosselung einen Umsatzrückgang von 9,5% yoy hinnehmen
musste, konnte die Profitabilität hier durch erste Sparmaßnahmen zumindest
stabilisiert werden. Das Luxussegment (MORELO) wuchs zwar beim Umsatz leicht
um 5,1% yoy, verzeichnete jedoch einen überproportionalen Rückgang beim
EBITDA auf 8,0 Mio. EUR, was den intensiven Preiswettbewerb und gestiegene
Herstellkosten verdeutlicht. Positiv hervorzuheben ist der deutliche Abbau
des Net Working Capital um über 32%, der zu einem starken Free Cashflow von
46,1 Mio. EUR führte. Dieser stellt eine essenzielle Liquiditätssicherung
dar, da die Eigenkapitalquote infolge des Jahresfehlbetrags von fast 37 Mio.
EUR auf 14,9% sank.
Ausblick 2026: Profitabilität vor Volumen - Margenerholung im Fokus: Der
Ausblick auf 2026 steht unter dem Credo 'Profitabilität vor Volumen'. Die
Umsatzprognose von rund 950 Mio. EUR deutet darauf hin, dass Knaus Tabbert
bewusst auf margenschwache Aufträge verzichtet, um die bereinigte
EBITDA-Marge signifikant auf 5,0% bis 7,0% zu steigern. Das Erreichen dieses
Ziels stützt sich maßgeblich auf die bereits vollzogenen strukturellen
Anpassungen, insbesondere den Personalabbau um 16,4%. In einem Marktumfeld,
das durch geopolitische Risiken wie den Iran-Konflikt und steigende
Betriebskosten (Sprit/Gas) volatil bleibt, wird die konsequente Umsetzung
der Kostendisziplin und die Stabilisierung der Chassis-Versorgung der
entscheidende Faktor für die angestrebte Margenerholung sein. Angesichts der
neuen Unternehmensguidance für 2026 sowie der anhaltenden konjunkturellen
Unsicherheiten wird sich die von uns ursprünglich für 2026 erwartete
Markterholung weiter nach hinten verschieben. Entsprechend haben wir unsere
Prognosen für die kommenden Geschäftsjahre nach unten angepasst und
konservativer gestaltet.
Fazit: Knaus Tabbert hat das 'Übergangsjahr' 2025 genutzt, um die Vorräte
deutlich zu reduzieren und die Bilanz durch einen starken Cashflow zu
entlasten. Zudem wurden die Kostenstrukturen radikal angepasst. Zwar
belasten das negative Konzernergebnis und die gesunkene Eigenkapitalquote
(14,9%) das Bild, doch die konsequente Fokussierung auf die Marge ist aus
unserer Sicht der richtige Schritt. Die Erreichung der 2026er-Ziele wird nun
maßgeblich von der Stabilität der Lieferketten und der Erholung der
Konsumstimmung abhängen. Wir sind unverändert der Auffassung, dass die Aktie
auf dem aktuellen Niveau das langfristige Erholungspotenzial noch nicht
widerspiegelt, und bekräftigen unsere 'Kaufen'-Empfehlung bei einem auf
23,00 EUR reduzierten Kursziel.
+++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss
bestimmter Börsengeschäfte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS /
HAFTUNGSAUSSCHLUSS unter http://www.montega.de +++
Über Montega:
Die Montega AG ist eine innovative Investment-Banking-Boutique mit klarem
Fokus auf den Mittelstand und agiert als Plattformanbieter für den Austausch
zwischen börsennotierten Unternehmen und institutionellen Investoren.
Montega erstellt hochwertiges Equity Research, veranstaltet vielfältige
Kapitalmarktevents im In- und Ausland und bietet eine umfassende
Unterstützung bei Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen. Die Mission:
Emittenten und Investoren zusammenbringen und für Transparenz im
Börsenumfeld sorgen. Dabei konzentriert sich Montega auf jene
Marktteilnehmer, deren Sprache die Mittelstandsexperten am besten
beherrschen: Small- und MidCaps auf der einen sowie Vermögensverwalter,
Family Offices und Investment-Boutiquen mit einem Anlagefokus im
Nebenwertebereich auf der anderen Seite.
Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:
https://eqs-cockpit.com/c/fncls.ssp?u=10d8d132579b80d21bc04231bd094b49
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