Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete am Morgen 64,95 US-Dollar und damit vier Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI mit Lieferung im Juni legte am Morgen bei 61,66 Dollar (Dollarkurs) ähnlich stark zu.
In der vergangenen Woche waren die Lagerbestände an Rohöl in den USA überraschend weiter gestiegen. Die Rohölvorräte legten nach Angaben der Regierung um 1,3 Millionen auf 443,2 Millionen Barrel zu. Es ist der zweite Anstieg in Folge. Analysten hatten im Schnitt einen Rückgang erwartet. Steigende Ölreserven in der größten Volkswirtschaft der Welt belasten in der Regel die Ölpreise.
Im Jahresverlauf haben sich die Ölpreise unter anderem wegen der Sorgen über die Konjunkturentwicklung um etwas mehr als zehn Prozent verbilligt. Generell bleibt die US-Zollpolitik ein bestimmendes Thema an den Finanzmärkten. Die Sorge um mögliche Folgen für die Weltwirtschaft und eine geringere Nachfrage nach Rohöl belasten die Preise. Neben den Nachfrage-Sorgen gibt es auch ein erhöhtes Angebot wichtiger Ölförderländer, das auf den Preis drückt. Der von Saudi-Arabien und Russland angeführte Förderverbund Opec+ hatte Anfang Mai die Produktion weiter erhöht./stk/jha/
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