Nvidia steckt Milliarden in KI-Cloud – Chipriese lässt Aktie von Nebius hochschießen
Der KI-Boom treibt die Nachfrage nach Rechenleistung auf ein historisches Niveau. Jetzt investiert der Chipgigant Nvidia Milliarden in einen aufstrebenden Betreiber von KI-Rechenzentren – und setzt damit seine Strategie fort, das gesamte KI-Ökosystem mitzugestalten.
Der Wettlauf um künstliche Intelligenz entwickelt sich immer stärker zu einem Infrastrukturspiel. Der Chipkonzern Nvidia investiert 2 Milliarden US-Dollar in das KI-Cloud-Unternehmen Nebius und vertieft damit eine strategische Partnerschaft beim Aufbau neuer Hyperscale-Rechenzentren. Die Ankündigung ließ die an der Nasdaq notierten Nebius-Aktien um mehr als zehn Prozent steigen.
Mit der Beteiligung baut Nvidia (Nvidia Aktie) seine Rolle als zentraler Architekt der KI-Infrastruktur weiter aus. Der weltgrößte Anbieter von KI-Chips investiert zunehmend in Unternehmen, die selbst große Rechenzentren betreiben und damit zu wichtigen Abnehmern seiner Hardware werden.
Gigawatt-Rechenzentren für die KI-Ära
Im Zentrum der Partnerschaft steht der massive Ausbau von KI-Rechenkapazitäten. Nebius plant, bis Ende 2030 eine globale Rechenzentrumskapazität von mehr als fünf Gigawatt aufzubauen. Das entspricht einer Stromleistung, die etwa den Bedarf von mehr als vier Millionen US-Haushalten decken könnte.
Werbung
Passende Knock-Outs
Strategie
Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB56XH5
, DE000NB6AA40
, DE000NB6BXC4
, DE000NG8ERA5
, DE000NG8D2Q5
, DE000NG8D2M4
. Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Die Infrastruktur soll auf Nvidias neuester Generation beschleunigter Rechenplattformen basieren, darunter die Rubin-Architektur, Vera-CPUs und BlueField-Speichersysteme. Darüber hinaus wollen beide Unternehmen gemeinsam sogenannte KI-Fabriken entwickeln – hochspezialisierte Rechenzentren, die speziell für das Training und den Betrieb großer KI-Modelle konzipiert sind.
Nebius erhält dabei frühzeitigen Zugang zu neuen Nvidia-Technologien sowie Unterstützung bei Architekturdesign, Softwareintegration und dem Flottenmanagement seiner Rechenzentren.
"Nebius baut eine KI-Cloud, die für die Ära der KI-Agenten konzipiert ist", erklärte Nvidia-Chef Jensen Huang. KI-Agenten sind Systeme, die komplexe Aufgaben weitgehend autonom erledigen können. "Gemeinsam skalieren wir die Cloud, um die weltweit sprunghaft ansteigende Nachfrage nach Intelligenz zu bedienen."
Neoclouds werden zum Milliardenmarkt
Nebius gehört zu einer neuen Generation spezialisierter Cloud-Anbieter, die als "Neoclouds" bezeichnet werden. Anders als klassische Cloudanbieter konzentrieren sich diese Firmen nahezu ausschließlich auf Hochleistungsrechner für künstliche Intelligenz.
Die Strategie zahlt sich aus. Nebius hat bereits milliardenschwere Verträge mit großen Techkonzernen abgeschlossen, darunter Microsoft und Meta Platforms. Insgesamt belaufen sich diese Deals auf zweistellige Milliardenbeträge.
Der Ausbau der Infrastruktur erfordert allerdings enorme Investitionen. Allein im Dezemberquartal stiegen die Investitionsausgaben des Unternehmens auf 2,1 Milliarden US-Dollar – nach 416 Millionen US-Dollar im Vorjahr.
Das frische Kapital von Nvidia soll unter anderem in neue Rechenzentren und den Aufbau einer sogenannten Full-Stack-KI-Cloud fließen.
Wetten auf die Infrastruktur der KI
Für Nvidia ist der Deal Teil einer breiteren Strategie. Der Konzern investiert zunehmend in Unternehmen entlang der gesamten KI-Wertschöpfungskette. So hatte Nvidia zuletzt auch seine Beteiligung am Nebius-Konkurrenten CoreWeave ausgebaut und sich verpflichtet, dort nicht verkaufte Rechenkapazitäten im Milliardenwert abzunehmen. Darüber hinaus bestehen Kooperationen mit Unternehmen wie Intel und Synopsys.
Auch im Bereich der KI-Modelle engagiert sich der Konzern stark. So hatte Nvidia zuvor angekündigt, bis zu 10 Milliarden US-Dollar in das von Amazon unterstützte KI-Startup Anthropic zu investieren.
Fazit
Nebius entwickelt sich immer stärker zu einem zentralen Infrastrukturspieler im boomenden KI-Markt. Trotz der enormen Kursrally bleibt der Optimismus unter Analysten groß. Die Aktie hat in diesem Jahr bereits mehr als 30 Prozent zugelegt. Dennoch sehen die zwölf Analysten, die das Unternehmen beobachten, im Durchschnitt noch ein Kurspotenzial von etwas mehr als 50 Prozent. Für Anleger bleibt Nebius damit einer der spannendsten Wachstumswerte im Bereich KI-Rechenzentren.
Die Aktie von Nebius ist übrigens auch im Depot der wO Börsenlounge. Trotz aller turbulenzen an den Märkten liegt das Portfolio seit Jahresbeginn über 13 Prozent im Plus. Schauen Sie doch mal rein in die neue Folge der wO Börsenlounge, da hat der Aktienexperte Markus Weingran mit BYD & Co. die chinesischen Autobauer unter die Lupe genommen.
Dieses Video wird aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen nicht abgespielt. Wenn Sie dieses Video betrachten möchten, geben Sie bitte hier die Einwilligung, dass wir Ihnen Youtube-Videos anzeigen dürfen.
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.