Nvidia raus, CoreWeave rein? So positionieren sich die großen Hedgefonds

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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Nvidia ist ein Technologieunternehmen, das sich auf Grafikprozessoren, Künstliche Intelligenz, autonome Fahrzeuge und Rechenzentrumstechnologien spezialisiert hat.
©unsplash.com
Hedgefonds reduzieren Nvidia und andere KI-Gewinner, während Investmentfonds bei AMD und Micron zugreifen. Doch bei 12 Infrastruktur-Aktien herrscht ungewöhnliche Einigkeit.
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Hedgefonds bleiben deutlich stärker im Boom rund um Künstliche Intelligenz engagiert als klassische Investmentfonds. Bei einzelnen Aktien verfolgen beide Gruppen inzwischen aber sehr unterschiedliche Strategien, zeigt eine Analyse von Goldman Sachs.

Hedgefonds kauften im zweiten Quartal Microsoft und Amazon. Investmentfonds reduzierten dagegen ihre Positionen in beiden Aktien. Gleichzeitig bauten Hedgefonds ihr Engagement bei Alphabet, Meta Platforms, Nvidia, Broadcom, Lam Research, Marvell Technology, Cisco Systems, Hewlett Packard Enterprise und Applied Materials ab.

Bei einigen Halbleiter- und Speicherwerten gingen Investmentfonds den entgegengesetzten Weg. Sie kauften Advanced Micro Devices, Micron Technology und Sandisk, während Hedgefonds dort reduzierten.

Ganz ohne Gemeinsamkeiten verlief das Quartal jedoch nicht. Goldman Sachs identifizierte zwölf KI-Infrastrukturwerte, die von beiden Gruppen gekauft wurden. Dazu zählen unter anderem American Electric Power, Bloom Energy, CoreWeave, Flex, Seagate Technology, Talen Energy und Xcel Energy.

Werte aus dem Artikel:
CoreWeave Aktie 80,12 € -1,67%
Nvidia Aktie 213,35 € +0,40%

Die Analyse umfasst 991 Hedgefonds mit Aktien-Bruttopositionen von 5,4 Billionen US-Dollar sowie 504 aktiv verwaltete Large-Cap-Investmentfonds mit 4,6 Billionen US-Dollar Aktienvermögen.

Joel Frick von der Bendura Bank sieht die Entwicklung als Zeichen wachsender Zweifel am KI-Boom. Anleger hinterfragten zunehmend, ob die gewaltigen Investitionen in Rechenzentren, Chips und Energieinfrastruktur ausreichend Rendite erwirtschaften können. Gleichzeitig habe sich der Aktienmarkt zuletzt verbreitert.

Tony Wang von T. Rowe Price sieht bereits die nächste Phase des KI-Ausbaus. Die zentrale Frage laute zunehmend nicht mehr, wie viele Grafikprozessoren und Rechenzentren benötigt werden, sondern wer den Ausbau finanziert.

Nvidia arbeitet dafür mit Apollo, BlackRock, Blackstone, Brookfield, Goldman Sachs und KKR an Finanzierungsplattformen, die mehr als 500 Milliarden US-Dollar Fremdkapital mobilisieren sollen. Künftig könnten damit Pensionskassen, Versicherer, Staatsfonds und andere Großinvestoren einen größeren Teil der KI-Infrastruktur finanzieren.

Das könnte den Investitionszyklus verlängern und zugleich Unternehmen aus den Bereichen Speicher, Netzwerktechnik, Optik, Stromversorgung und Kühlung stützen. Gleichzeitig wächst aber das Risiko, falls Auslastung, Preise oder Restwerte der Infrastruktur hinter den Erwartungen zurückbleiben.


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